Immer mehr Gebühren-Modelle beim Aktienkauf

RomanW - 25. Januar 2017

Die niedrigen Zinsen tragen dazu bei, dass sich Anleger verstärkt für Aktien interessieren. Dazu gehören besonders langfristig orientierte Kunden, die mit der Aktienanlage gerne eine gute Rendite erzielen möchten. Um dieses Ziel zu erreichen, muss nicht nur die Performance der jeweiligen Aktie stimmen. Darüber hinaus sollten beim Aktienhandel möglichst geringe Gebühren entstehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich Anleger zunächst einmal über die Kosten informieren. Die kann auf verschiedenen Wegen geschehen, zum Beispiel durch Broker-Tests.

Depotgebühren lassen sich oftmals vermeiden

Zu den im Zusammenhang mit einem Aktieninvestment häufig auftretenden Kosten gehören die Depotgebühren. Diese Gebühren berechnen Banken und Broker unabhängig davon, in welchem Umfang der Kunde Aktien handelt. Mittlerweile gibt es allerdings zahlreiche depotführende Anbieter, welche auf die Berechnung der Depotgebühren verzichten. So existieren beispielsweise diverse Online-Broker, die ein kostenloses Wertpapierdepot anbieten. Manchmal muss der Trader für das kostenlose Depot eine Bedingung erfüllen. Das andere Mal ist es hingegen so, dass das Depot für alle Kunden und ohne Bedingungen kostenfrei ist. Insofern sollten sich Anleger für einen Broker oder einer Bank entscheiden, bei denen das Wertpapierdepot kostenlos geführt wird. Andernfalls fallen durchaus Depotgebühren zwischen jährlich zehn und 150 Euro an.

Verschiedene Gebühren-Modelle der Banken und Broker

Die Depotgebühren machen oft nur einen kleineren Anteil an den Gesamtkosten aus, die beim Aktienhandel anfallen. In erster Linie sind es die Transaktionskosten (Ordergebühren), die deutlich zu Buche schlagen. Für Anleger ist es heutzutage nicht einfach, die günstigsten Banken und Broker zu finden. Der wesentliche Grund besteht darin, dass am Markt inzwischen viele unterschiedliche Gebühren-Modelle vorhanden sind. Wer sich als Trader über diese Gebühren-Modelle und die Kosten beim jeweiligen Broker informieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Eine Variante besteht darin, sich auf spezialisierten Finanzportalen zu informieren.

Zu diesen Portalen gehört auch Aktiendepot.com. Dort finden interessierte Anleger zahlreiche Informationen zum Handel mit Aktien, CFDs und einigen anderen Finanzprodukten. Ferner können sich Trader mithilfe der dort veröffentlichen Broker-Testberichte informieren, welche Kosten der Aktienhandel beim jeweiligen Anbieter verursacht. Beim näheren Betrachten der Banken und Broker werden viele Trader und Anleger feststellen, dass es ganz unterschiedliche Gebühren-Modelle gibt. Am häufigsten findet man heutzutage die prozentualen Ordergebühren und die Order-Flatrate vor. Aber auch Paketpreise und Rabatte für Vieltrader bieten Broker als Gebühren-Modelle an.

Broker berechnen Gebühren abhängig vom Handelsvolumen

Zu den vorherrschenden Gebühren-Modellen gehört die Ordergebühr, die abhängig vom Handelsvolumen ist. In diesem Fall berechnet der Broker oder die Bank zum Beispiel beim Aktienkauf ein Prozent auf Grundlage des gehandelten Gegenwertes. Kaufen Sie bei einem solchen Anbieter also beispielsweise Aktien im Gegenwert von 10.000 Euro, müssen Sie bei einer Ordergebühr von einem Prozent 100 Euro zahlen. Meistens gibt es allerdings zusätzlich eine minimale und maximale Gebühr, die beispielsweise auf 30 Euro pro Trade begrenzt ist. In aller Regel ist eine solch prozentuale Ordergebühr vor allem für Anleger und Trader günstig, die mit relativ geringen Gegenwerten handeln.

Immer mehr Broker veranschlagen Order-Flatrate

Zu den immer öfter gewählten Gebühren-Modellen gehört die sogenannte Order-Flatrate. Wer sich beispielsweise auf dem Finanzportal Aktienkaufen.com über die Gebühren-Modelle der Broker informiert, wird einige Anbieter mit einer solchen Order-Flat finden. Im Unterschied zur Ordergebühr, die prozentual vom Gegenwert abhängig ist, zahlt der Anleger bei der Order-Flatrate einem Festpreis. Die Kosten sind in diesem Fall unabhängig vom Gegenwert und werden als fixe Gebühr pro Order berechnet. Besonders attraktiv ist eine solche Order-Flat, wenn Trader relativ hohen Gegenwerte handeln.

Paketpreise und Rabatte für Vieltrader

Ein drittes Modell stellen die sogenannten Paketpreise dar. In diesem Fall erwirbt der Trader beispielsweise ein Paket von 20 Orders. Diese kosten einen bestimmten Betrag, beispielsweise 120 Euro. Auf die einzelne Order herunter gerechnet würde der Anleger in diesem Fall demnach sechs Euro pro Order zahlen. Insbesondere einige Broker geben heutzutage unter bestimmten Voraussetzungen Rabatte auf die Transaktionskosten. Meistens sind es sogenannte Vieltrader, die einen derartigen Rabatt von beispielsweise zehn oder 20 Prozent erhalten. Der Broker legt beispielsweise in seinen Bedingungen fest, dass alle Trader mit mindestens zehn Orders pro Monat einen Rabatt erhalten.

Gebühren-Modelle auf das eigene Verhalten beziehen

Damit Trader das für sie günstigste Gebühren-Modelle finden, müssen die eigenen Gewohnheiten beim Handel bekannt sein. Es ist entscheidend, wie viele Trades ungefähr pro Monat oder Quartal getätigt werden und wie hoch die Handelsvolumina im Durchschnitt sind. Daher ist für einen Trader mit durchschnittlich 20 Trades im Quartal vielleicht die Order-Flatrate als Gebühren-Modelle am günstigsten. Führt ein anderer Kunde hingegen vierteljährlich nur fünf Trades aus, ist eventuell die prozentuale Ordergebühr am preiswertesten. Letztendlich ist es bei jedem Gebühren-Modelle wichtig, die Kosten für eine einzelne Order zu ermitteln. So kann der Anleger Angebote gezielt vergleichen und für sich persönlich den günstigsten Broker oder die preiswerteste Bank finden.