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RAT GESUCHT: Was sind Wertpapiere?

Tipps aus der Redaktion: So funktionieren Wertpapiere und der Wertpapierhandel

Sie wollen mit Wertpapieren keine Verlust machen, sondern Geld verdienen. Dazu müssen Sie natürlich genau wissen, was Wertpapiere sind!

„Was sind Wertpapiere?“ ist eine gute Frage! Die Frage danach, was Wertpapiere nun eigentlich sind, ist leider auch eine sehr komplex. Es gibt nämlich sehr unterschiedliche Formen von Wertpapieren, zum Beispiel Aktien, Genussscheine, Optionen oder Pfandbriefe. Ein Wertpapier kann Zinsen abwerfen oder nicht. Ein Wertpapier kann an der Börse gehandelt werden, dies muss allerdings nicht zwingend der Fall sein. Mit Wertpapieren lassen sich Gewinne erzielen, es können aber auch empfindliche Verluste entstehen. Um mit Wertpapieren erfolgreich zu handeln (Trading) müssen Sie verschiedene Wertpapiere und ihre Funktionsweise sowie die Wechselwirkungen an den Märkten verstehen.

 

Von Aktie bis Zertifikat: Wertpapiere sind ein weites Feld

Der Schritt von der Vermehrung des Anlagevermögens über sichere Zinsen aus Festgeldanlagen oder Tagesgeld hin zu riskanten Wertpapieren wie Optionen oder Zertifikaten ist absolut nicht einfach. Das ist auch gut so, denn Kapitalerhalt (Inflationsschutz) ist immer wichtiger als Kapitalvermehrung, schon gar nicht um jeden Preis. Eine sinnvolle Zwischenstation können Anleihen sein, denn auch hier fließen regelmäßige Zinsen. Wer Wertpapier heute hört, denkt oft automatisch an Aktien. Es gibt allerdings viel mehr Arten von Wertpapieren. Für Sie als Privatanleger können folgende elf Wertpapiere relevant sein:

  • Aktie
  • Anleihe
  • Aktienanleihe
  • Bond (Staatsanleihe)
  • CFD (Differenzkontrakt)
  • Fond
  • Future
  • Option
  • Optionsschein
  • Pfandbrief
  • Zertifikat

Diese elf Wertpapiere sind allerdings sehr, sehr unterschiedlich. Längst nicht jedes ist auch für Ihr ganz persönliches Anlegerprofil geeignet. Wenn Sie zum Beispiel sehr hohe Risiken vermeiden wollen, dürfen Sie keinesfalls CFDs, Optionen oder Optionsscheine handeln. Auch Futures, Aktienanleihen und Zertifikate haben ihre Tücken. Besser geeignet für Einsteiger in den Wertpapierhandel sind allerdings Aktien, Anleihen oder Pfandbriefe geeignet. Ein spürbar reduziertes Risiko gehen Sie mit Bonds und Fonds ein. Risiko und Rendite hängen natürlich auch immer von der Qualität des Investments ab.

Grundlage für den Wertpapierhandel ist in Deutschland das WpHG, das Gesetz über den Wertpapierhandel, kurz: Wertpapierhandelsgesetz. Auch der Gesetzgeber hat die Frage „Was sind Wertpapiere?“ nicht auf die leichte Schulter genommen. In den „Begriffsbestimmungen“ (§ 2) des Wertpapierhandelsgesetzes finden sich deswegen folgende Definitionen:

„(1) Wertpapiere im Sinne dieses Gesetzes sind, auch wenn keine Urkunden über sie ausgestellt sind, alle Gattungen von übertragbaren Wertpapieren mit Ausnahme von Zahlungsinstrumenten, die ihrer Art nach auf den Finanzmärkten handelbar sind, insbesondere …“

„(1a) Geldmarktinstrumente im Sinne dieses Gesetzes sind alle Gattungen von Forderungen, die nicht unter Absatz 1 fallen und die üblicherweise auf dem Geldmarkt gehandelt werden, mit Ausnahme von Zahlungsinstrumenten.“ 

Die hier zweimal eindeutig ausgeschlossenen Zahlungsinstrumente sind zum Beispiel Bezahlverfahren und Zahlungssysteme, diese sind also keine Wertpapiere.JETZT DEGIRO AKTIENDEPOT ERÖFFNEN UND ZU GÜNSTIGEN KONDITIONEN HANDELN: www.degiro.de

Was sind für Privatanleger geeignete Wertpapiere?

Sie können sechs oder mehr der vorhin erwähnten Wertpapiere noch nicht sicher erklären? Dann kann es eine gute Idee sein, den aktiven Handel mit Wertpapieren zwischenzeitlich noch etwas zurückzustellen. Ohne ausreichendes Wissen über Finanzinstrumente wie Aktien, Genussscheine, Optionen oder Pfandbriefe sollten Sie diese nicht handeln. Das Risiko ist ohne Wissen und Erfahrung im Verhältnis zur möglichen Rendite einfach zu hoch! Damit Sie schnell wichtiges Grundlagenwissen bekommen, hat die Aktiendepot-Redaktion für Sie fünf weiterführende Ratgeber zusammengestellt:

Können Sie wie ein Profi erklären, wie die Börse funktioniert?

Können Sie schon wie ein Profi erklären, was Anleihen sind?

Discount-Zertifikate: Zertifikate? Ja, aber bitte mit Rabatt!

Warum redet plötzlich jeder über „ETF Sparplan“?

Können Sie schon wie ein Profi erklären, was CFDs sind?

Wertpapierhandel: so funktionieren Gewinne und Verluste

Nach der Lektüre stehen Sie der Frage „Was sind eigentlich Wertpapiere?“ schon gleich viel gelassener gegenüber. Und auch die alltäglichen Kursschwankungen bei Wertpapieren und an den Börsen verlieren ihren Schrecken. Denn sinkende Kurse bedeuten bei Wertpapieren noch nicht gleich echte Verluste. Wenn bei einem günstig gekauften Wertpapier der Kurs sind und damit der Wert Ihrer Geldanlage ist das ärgerlich, aber noch kein Anlass zur Panik. Ein echter Verlust in Form von Geld entsteht damit in der Regel nämlich noch nicht. Erst der Verkauf von Aktien oder Anteilen an börsengehandelten Fonds (ETFs) sorgt für einen echten Verlust in Euro und Cent. Deswegen ist es so entscheidend, dass Sie Ihr Kapital im Depot nicht anderweitig benötigen. In diesem ungünstigen Fall müssten Sie nämlich verkaufen, um an das Geld zu kommen. Falls Sie klug mit grundsätzlich wertvollen Aktien geplant haben und das angelegte Geld nicht benötigen, können Sie die Launen der Börse einfach aussitzen. Zwischenzeitlich gesunkene Kurse an den Börsen steigen erfahrungsgemäß oft auch wieder in den erhofften Bereich. Falls der Kurs eines Wertpapiers erfreulicherweise steigt, gilt übrigens das gleiche Prinzip wie bei den Verlusten. Sie müssen nicht sofort verkaufen, sondern können auf weiter steigende Kurse spekulieren. Erst der Verkauf des Wertpapiers sorgt dann dafür, dass Ihre Geldanlage lohnenswert war und Sie mehr Geld auf dem Depot oder Konto haben.

Vorsicht! Die sogenannten Finanzderivate, zum Beispiel Zertifikate und Optionen, verhalten sich in diesem Zusammenhang fundamental anders. Bei dieser Kategorie von Wertpapieren kann bereits eine zwischenzeitliche Kursschwankung für Probleme sorgen, bis hin zur kompletten Wertlosigkeit des Wertpapiers.

Das „Wert“ in Wertpapier ist also ein durchaus dehnbarer Begriff. Man kann sich über die Fundamentalanalyse dem inneren Wert (Englisch: intrinsic value) beziehungsweise dem fairen Wert (Englisch: fair value) eines Wertpapiers annähern. Darüber hinaus kann man mithilfe der technischen Analyse versuchen interessante Diskrepanzen zwischen dem fairen Wert und dem aktuellen Marktwert auszunutzen. Mit den massenpsychologischen Aspekten und den menschlichen Verhaltensweisen im Wertpapierhandel beschäftigt sich dann eine dritte Theorie, die Verhaltensökonomik (Behavioral Finance).

Über die Suchfunktion auf Aktiendepot.de finden Sie zu diesen Themen zahlreiche interessante und spannende Ratgeber. Auf unseren Partnerportalen depotvergleich.com und aktienkaufen.com finden Sie weitere Informationen und bekommen zusätzliche Ideen für Ihre ganz persönliche Wertpapier-Strategie.JETZT DEGIRO AKTIENDEPOT ERÖFFNEN UND ZU GÜNSTIGEN KONDITIONEN HANDELN: www.degiro.de

Online-Broker: Wertpapiere sind heute digital

Es ist gar nicht lange her, da war das Wort „Papier“ im Begriff Wertpapier noch absolut wörtlich zu nehmen. Wertpapiere waren stets gedruckte Urkunden. Sie konnten also zum Beispiel zu Hause aufbewahrt werden oder bei der Bank im Tresor oder Schließfach verwahrt werden. Schneller Handel mit Wertpapieren war so natürlich nicht möglich – und oft auch nicht gewünscht. Viele Privatanleger, die Aktien oder Anleihen hielten, schauten nur alle paar Tage oder Wochen in den Wirtschaftsteil der Zeitung, um sich dort über die Kursveränderungen auf dem Laufenden zu halten.

Das Internet gab es auch noch nicht, und so war in den 1970er-, 1980er und 1990er-Jahren der schnelle Handel mit Wertpapieren professionellen „Börsianern“ vorbehalten. Das Internet hat seit seiner Freischaltung im Jahre 1991 alles verändert: die Börsen, die Wertpapiere und den Aktienhandel. Heute können Sie selbst als kleiner Privatanleger fast alle Wertpapiere an den gleichen Märkten handeln wie Investmentbanker oder Hedgefonds, denn Wertpapiere sind heute digital. Von Wertpapierhandel wird dabei allerdings immer weniger gesprochen, oft heißt es nun Online-Trading. Um aus dem Wissen, was Wertpapiere sind und welche Chancen sie bieten, auch Kapital zu schlagen, brauchen Sie also ein Online-Depot. Wenn Sie schon wissen, welche Wertpapiere Sie mit welcher Strategie kaufen und verkaufen wollen, können Sie hier nach dem passenden Online-Broker suchen:

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Vergleich von 17 Daytrading-Brokern

Vergleich von 20 Discount-Brokern

Vergleich von 8 Futures-Brokern

Vergleich von 18 Zertifikate-Brokern

Unser Fazit zur Frage: Was sind Wertpapiere?

  1. Wertpapiere: diese elf Arten kommen für Sie als Privatanleger grundsätzlich in Frage
  2. Wie waren Wertpapiere früher? Noch vor wenigen Jahrzehnten was das Papier in Wertpapier wörtlich zu nehmen
  3. Was sind Wertpapiere heute?: Für den Kauf digitaler Wertpapiere brauchen Sie ein Online-Depot, Erfahrung und Wissen!

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CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.
Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Bei professionellen Kunden können Verluste Einlagen übersteigen.