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Wikifolio Social Trading im Test

wikifolio Test
Mindesteinlage100 €
GebührenProzentual
DemokontoNein
Zu wikifolio

Wikifolio im Test: mehr Finanzprodukt als Broker in klassischen Sinn!

Auf wikifolio.com stellt wikifolio sein Angebot für das Social Trading vor. Die offizielle Firmierung dieses Social-Brokers ist wikifolio Financial Technologies AG. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben rund 30.000 Nutzer aus vielen europäischen Ländern. Diese werden von aktuell 23 Mitarbeitern betreut. Wikifolio hat seinen Hauptsitz in Wien in Österreich. Es werden außer diesem Hauptsitz keine weiteren Niederlassungen unterhalten. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 2012 als Wiener Finanzbranchen-Start-up von Andreas Kern. Seitdem können auch auf dem deutschen Markt Erfahrungen mit wikifolio gesammelt werden.

Wikifolio als "führende europäische Online-Plattform für Anlagestrategien": Wie ist das zu verstehen?

Wikifolio verspricht auf wikifolio.com durch „Gemeinsam besser investieren“ eine Alternative zu einer herkömmlichen Geldanlage zu sein. Die Aktiendepot-Redaktion hat diese Behauptungen überprüft und im Test von wikifolio berücksichtigt.

Worüber versucht sich wikifolio von den übrigen Social-Brokern abzuheben?

Durch wikifolios (Musterdepots) will wikifolio zeigen, dass man anders ist als die Konkurrenz.

Die wikifolios werden vom Partner als Indexzertifikat emittiert, der Performance können Anleger dann folgen. Die Aktiendepot-Redaktion ist diesem Konzept im Test auf den Grund gegangen.

Gelingt es wikifolio Investment und Soziales auf einen Nennen zu bringen?

Wikifolio spricht davon, dass das Unternehmen ein Social Broker ist, weil Händler durch die wikifolio-Zertifikate die Möglichkeit haben Trading-Strategien anderer Trader mit mehr Erfahrungen zu folgen. Dazu sollen unter anderem die Möglichkeiten beitragen, jeden Schritt eines Traders zu verfolgen um die exakt gleiche Wertentwicklung zu erzielen. Im wikifolio-Test hat Aktiendepot.de dazu einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Sind die Argumente von wikifolio überzeugend für Trading-Einsteiger?

Mit den Versprechen „Einmal investieren – gleiche Wertentwicklung erzielen“ und „Trading-Talente, die für Ihre Rendite arbeiten“ werden interessierte Besucher der Webseite angesprochen. Besonders betont wird dabei die kostenlose Nutzung von wikifolio. Denn es interessiert die meisten Nutzer, ob sie für die Leistungen beim Social Broker extra bezahlen müssen. Im Test von wikifolio hat Aktiendepot.de eigene Erfahrungen gesammelt.

Unsere Erfahrungen: wie hat wikifolio im Aktiendepot-Test abgeschnitten?

Kosten für den Handel: 2 (doppelt gewichtet)
Kundenservice: 3 (doppelt gewichtet)
Risiko: 2
Sicherheit: 3
Wissensvermittlung: 5
Benutzerfreundlichkeit: 3
Mobiler Wertpapierhandel: 3
Trader & Follower: 2
Zusatzangebote: 2
Rechtliches: 2

Gesamtnote: 2,6

Pro

  • Durchschnittliche Erreichbarkeit des Kundenservice
  • Transparente Risikowarnungen für ein wenig riskantes Produkt
  • Durchschnittliche Sicherheitsmaßnahmen
  • Reger Austausch zwischen Tradern und Followern
  • Angebote für Trader mit Wertpapierdepots bei sbroker und comdirect
  • Klare und transparente AGB
Zu wikifolio

Contra

  • Kein Depot im herkömmlichen Sinn
  • Keine nennenswerte Wissensvermittlung vorhanden
  • Unübersichtliche Menüführung und überladene Startseite
  • Keine Apps benötigt

Kosten für den Handel - Kein Depot im herkömmlichen Sinn

Beim Social Trading ist es wie bei jedem frechen Trend: der Markt verändert sich rasend schnell. Social-Broker mit tragfähigen Geschäftsmodellen setzen sich durch, andere Anbieter verschwinden vergleichsweise schnell wieder von der Bildfläche. Deswegen hat die Aktiendepot-Redaktion nicht einfach alle Social-Broker getestet, sondern eine Vorauswahl getroffen. Wikifolio fiel in diese Kategorie, weil der Broker sehr bekannt ist und die Zertifikate inzwischen bei vielen anderen Anbietern auch gehandelt werden können. Die Redaktion hat also die Herausforderung angenommen, eigene Erfahrungen gesammelt und sowohl wikifolio als auch die andere momentan noch kaum vergleichbaren Social-Broker im Test so vergleichbar wie möglich gemacht.

Jedes Kundenkonto bei wikifolio wird, das ist ganz charakteristisch für einen Social-Broker, stets unentgeltlich geführt. Ein wikifolio-Zertifikat beginnt bei 100 EUR. Es wird eine wikifolio-Zertifikategebühr 0,95 Prozent p.a. berechnet und zwar tagesgenau aus dem Barvermögen sowie den Beständen im wikifolio. Im Erfolgsfall wird eine Performancegebühr berechnet, diese liegt zwischen 5 Prozent und 30 Prozent des erzielten Erfolges im wikifolio (High-Water-Mark Prinzip) und wird zwischen wikifolio und dem Händler aufgeteilt. Ordergebühren fallen bei der jeweils depotführenden Bank an. Weitere Gebühren, wie Transaktionskosten oder Ausgabeaufschläge gibt es bei wikifolio nicht. Die Aktiendepot-Redaktion bewertet nach ihren Erfahrungen die Präsentation und Zusammensetzung der Handelskosten als positiv. Zu diesem Zwischenurteil trägt auch die Tatsache bei, dass die Preise im Test nur unter den FAQ und damit eher schlecht zu finden sind. Auch wenn das Modell übersichtlich und denkbar einfach gestaltet ist.

Neben wikifolio gibt es mittlerweile rund 10 Social-Broker, die am deutschen Markt aktiv sind. Ähnliche Erfahrungen wie die Aktiendepot-Redaktion hat übrigens auch das Handelsblatt mit dem Angebot von wikifolio im Test gemacht. Deswegen erhält dieser Social-Broker in der Kategorie „Kosten für den Handel“ letztlich eine „gute“ Testnote.

Gut

Erfahrungen mit dem wikifolio-Kundenservice - Durchschnittliche Erreichbarkeit des Kundenservice

In den sozialen Netzwerken geht es unter anderem um Gemeinschaft, sozialen Status und Selbstorganisation. Nur deswegen konnten Facebook und LinkedIn so erfolgreich werden, wie sie es heute sind. Mindestens genauso wichtig im sozialen Web sind aber soziale Interaktion und Kommunikation. Deswegen muss sich ein Social-Broker wie wikifolio ganz besonders die Frage nach der Kommunikation gefallen lassen, zum Beispiel beim Kundenservice. Dazu hat Aktiendepot-Redaktion im Test unter anderem die Zahl der Kontaktmöglichkeiten, die zeitliche Erreichbarkeit und die Qualität der Kundenbetreuung auf den Prüfstand gestellt. Darüber hinaus spielte es eine Rolle, wie gut oder schlecht die Kontaktdaten zu finden waren, welche konkreten Erfahrungen andere Händler mit wikifolio gemacht haben und was Fachmagazine über diesen Social-Broker denken.

Die Kundenbetreuung von wikifolio kann auf folgenden Wegen kontaktiert werden: E-Mail, Live-Chat und Telefon. Weil der Kundensupport nur zwischen 9:00 und 17:00 Uhr erreichbar ist, gibt es eine durchschnittliche Bewertung. Diese Verfügbarkeit ist nicht ganz optimal, denn wikifolios können grundsätzlich länger gehandelt werden und somit können auch zu anderen Uhrzeiten Fragen auftreten. Zum Gesamtbild in der Testkategorie „Kundenservice“ trägt bei wikifolio positiv bei, dass die Kontaktdaten des Supports sehr leicht in der Sparte „Kontakt“ auffindbar sind.

Weil Social Trading ein junger Markt und ein neuer Trend ist, gibt es leider erst wenige relevante Tests von anderen Fachmagazinen. Besonders interessant fand die Aktiendepot-Redaktion aber, dass das Handelsblatt regelmäßig über Erfahrungen mit diesem Broker berichtet und ihn auch gelegentlich kritisch hinterfragt. Aus all diesen Faktoren wurde für den Kundenservice von wikifolio eine aussagekräftige Note ermittelt: in der zweitwichtigsten Testkategorie bekommt der Social-Broker die Bewertung „befriedigend“.

Befriedigend

Wikifolio im Risiko-Test - Transparente Risikowarnungen für ein wenig riskantes Produkt

Bei all den Erfolgen, die Social Trading mit sich bringt, übersehen doch einige Anleger, dass hier auch gewisse Risiken vorhanden sind. Die Risiken in Verbindung mit Social Trading beziehen sich dabei auf zwei Faktoren: Erstens ist der Trader, dem der Anleger folgt, ein „Risiko“. Denn wenn dieser verantwortungslos handelt, verlieren die Kunden ihr Geld. Der zweite Faktor ist das Finanzinstrument welches der Broker dem Händler zur Verfügung stellt. Häufig handelt es sich um CFDs oder aber wie bei Wikifolio um Wertpapiere wie Aktien oder auch Derivate, zum Beispiel Hebelprodukte. Das Risiko besteht nun darin, dass der Trader auch die Funktionsweise der Wertpapiere kennt. Andererseits sollte aber auch der Anleger mit den Grundlagen des Wertpapierhandels vertraut sein. Ob uns in welchem Umfang hier wikifolio seine Kunden aufklärt, war Gegenstand dieser Testkategorie. Desweiteren untersuchten wir hier auch Aspekte wie Einlagensicherung & Co.

Bei wikifolio sind im Disclaimer und im „Basisprospekt“ von Lang&Schwarz klare und deutliche Hinweise auf die besondere Risikokombination von riskanten Finanzinstrumenten und möglicherweise fehlender Marktbeobachtung vorhanden. Wir sind der Meinung, dass jeder Follower zumindest ein gewisses Grundinteresse und auch Grundkenntnisse für den Wertpapierhandel mitbringen sollte. Wikifolio zufolge liegt die Verantwortung für Trading-Fehler und Fehleinschätzung voll und ganz bei den Followern. Der Social-Broker wikifolio bietet nur einen Marktplatz auf dem Produktpakete geschnürt werden.

Genau wie bei anderen Online-Brokern gelten auch für Social-Broker bestimmte Anforderungen bei der sicheren Aufbewahrung der Kundengelder und bei der Einlagensicherung. Wikifolio braucht diese aber nicht zu beachten, da bei wikifolio selbst keine Kundengelder eingezahlt und damit auch nicht aufbewahrt werden. Grundsätzlich sollten Trader aber beachten, dass die einzelnen Teile eines wikifolio-Portfolios unterschiedliche Risiken mit sich bringen (beispielsweise Aktien/ADRs, Bezugsrechte, Fonds/ETFs, Derivate, Wechselkurs- und Währungsrisiken u.a.). Selbst von einem Profi-Händler zusammengestellt, ist ein wikifolio somit ein riskantes Finanzinstrument. In der wichtigen Testkategorie „Risiko“ bekommt wikifolio aufgrund des wenig riskanten Finanzinstruments, aber den transparenten Risikowarnungen und des durchschnittlichen Verantwortungsbewusstseins die Teilnote „gut“.

Gut

Wikifolio: Erfahrungen mit der Sicherheit - Durchschnittliche Sicherheitsmaßnahmen

Mit einem Mindestpreis von 100 € für ein wikifolio-Zertifikat stellt der Social-Broker wikifolio keine besonderen Anforderungen an die Kapitaldecke seiner Kunden. Trotzdem geht es auch beim Social Trading mit eher kleinen Beträgen natürlich um Geld. Wenn mit riskanten Hebelprodukten wie CFDs gehandelt wird sogar um sehr viel Geld. Abgesehen vom Risiko des Social Tradings an sich oder auch der gehandelten Finanzprodukte, ist uns die Sicherheit des Brokers wichtig. In diesem Bereich untersuchen wir, ob das Unternehmen in Sachen IT-Sicherheit alle relevanten Maßnahmen ergreift, um sowohl Kundendaten als auch Kundengelder zu sichern. Wir berücksichtigen hierbei die SSL-Verschlüsselung bzw. -Zertifizierung. Ob und wie wikifolio im Test in Sachen Kundenkommunikation arbeitet, untersuchten wir ebenfalls.

Die SSL-Verschlüsselung und die SSL-Zertifikate wurden mit https://ssl-trust.com/SSL-Zertifikate/check und https://sslcheck.globalsign.com/de überprüft. Die SSL-Zertifikate der Webseite und des Login-Bereichs sind grundsätzlich vertrauenswürdig, erreichen aber im 2. Test nur die Sicherheitsstärke F. Dies liegt vor allem daran, dass die Verschlüsselung sowie die Protokollunterstützung nicht optimal sind. Mit diesem Standard erreicht wikifolio leider nur ein unterdurchschnittliches Testergebnis. Den Test auf diesen Webseiten kann jeder Nutzer für sich selbst noch einmal durchführen.

Weil es in Vergangenheit weder Presseberichte zu Datenproblemen noch zu Hackerangriffen bei wikifolio gab, ist der Anbieter grundsätzlich als sicher einzustufen. Sicherheit geht alle an, sowohl den Online-Broker als auch uns Online-Trader. Deswegen ist es schade, dass wikifolio seine Kunden nicht vor Gefahren im Bereich der Online-Sicherheit warnt und zu eigenen Sicherheitsanstrengungen animiert. Erfahrungen zeigen, dass hier auch ein Benachrichtigungsservice zu verdächtigen Aktionen hilfreich sein könnte, dieser wird ebenfalls nicht geboten. Da bei wikifolio aber nicht direkt Geld hinterlegt ist, ist die Plattform möglicherweise generell auch nicht so anfällig für solche Attacken. Nach der Analyse aller Erfahrungen und Testkriterien in der Kategorie „Sicherheit“ bekommt dieser Social-Broker daher die Teilnote „befriedigend“.

Befriedigend

Wissensvermittlung - Keine nennenswerte Wissensvermittlung vorhanden

Viele Trading-Einsteiger mit wenigen Erfahrungen im Wertpapierhandel finden über den Trend „Social Trading“ den Weg zum Onlinehandel mit Wertpapieren. Das Ganze hat so lange Erfolg, wie auch der Trader, dem der Kunde folgt, erfolgreich handelt. Dennoch ist es unserer Meinung nach wichtig, dass auch der Broker, in dem Fall wikifolio, seine Kunden über Social Trading informiert. Das trägt dazu bei, dass sich Anleger besser informiert fühlen. Zudem ist es wichtig, dass Anleger wissen, in was sie ihr Geld investieren. Daher haben wir hier überprüft, inwieweit wikifolio Aus- und Weiterbildungsinhalte zur Verfügung stellt.

Eine gute Art Wissen zu vermitteln ist über Seminare und Coachings. Wenn diese über das Internet angeboten werden, spricht man von Webinaren oder Web-Coachings. Das Angebot in der Wissensvermittlung setzt sich bei wikifolio aus Messen und Fachkongressen zusammen, bei denen man teilnehmen und den Anbieter sowie sein Angebot kennenlernen kann. Außerdem werden Webinare angekündigt, aktuell allerdings ohne konkretes nächstes Datum.

Wissensvermittlung im Internet kann auch über Broschüren, E-Books oder PDFs stattfinden, hier hat wikifolio kein Angebot. Weil das Angebot unterdurchschnittlich ist und damit für eine eher schlechte Erfahrung mit wikifolio sorgt, gab es im Test in der Kategorie „Wissensvermittlung“ die Teilnote „mangelhaft“.

Mangelhaft

Benutzerfreundlichkeit, die Erfahrungen bei wikifolio - Unübersichtliche Menüführung und überladene Startseite

Damit sich die Nutzer nicht über den Anbieter ärgern, muss auch die Website Benutzerfreundlich gestaltet sein. Das klingt banal, dennoch beachten einige Websitenbetreiber diese Grundregel nicht. Daher hat die Aktiendepot-Redaktion wikifolio auch in puncto Benutzerfreundlichkeit oder Usability genauestens untersucht. Wir schauten uns dabei die Homepage als auch die Handelsplattform detailliert an. Zugrunde lagen dabei 10 Kriterien.

Wikifolio.com macht aus Nutzer-Perspektive einen durchschnittlichen Eindruck, weil die Startseite etwas unübersichtlich wirkt und keine Reiter-Struktur hat, wie das gewöhnlich bei Broker-Webseiten ist. Der erste Eindruck setzt sich auch fort, wenn man sich weiter über die Webseite bewegt. Als Trust-Elemente dienen die Logos der Kooperationspartner. Pluspunkte konnte wikifolio im Test dadurch erzielen, dass die Seite auf allen Endgeräten problemlos abrufbar ist. Als nächstes wurde geprüft, ob es beim Social-Broker Fehler auf der Webseite gibt und ob die gerne verwendete Suchfunktion auch das macht, was sie soll, nämlich finden. Mit wikifolio waren die Erfahrungen durchwachsen, weil sich wikifolios und handelbare Produkte gut finden lassen, weiterführende Informationen allerdings nicht. Fehlerhafte Links gibt es auf dieser Webseite aber nicht.

Zwar handeln Anleger nicht direkt über wikifolio, wonach es also keine Handelsplattform in dem Sinne gibt. Doch sie müssen sich natürlich für das eine oder andere Zertifikat entscheiden. Und hier kommt die wikifolio Plattform ins Spiel, auf der Anleger die Trader miteinander vergleichen können. Wikifolio hat einen webbasierten Zugang zu seiner Plattform, die allerdings nur zur Information der Kunden und nicht zum direkten Handeln dient. Insgesamt gibt in der Kategorie „Benutzerfreundlichkeit“ im wikifolio-Test konsequenterweise die Teilnote „befriedigend“.

Befriedigend

Mobiles Trading - Keine App vorhanden aber auch nicht benötigt

In der Regel sollte ein Social Trading Broker auch mit dem Trend zum mobile Trading mitgehen. Denn so können Anleger auch von unterwegs aus ihr Depot überprüfen oder sogar eingreifen. Im wikifolio Test spielte daher auch eine Rolle, ob eine Broker App vorhanden ist und ob diese unseren Ansprüchen in Sachen Funktionalität usw. entspricht.

Bei wikifolio ist mobiler Wertpapierhandel in die Finanzen100 App für iOS und Android integriert, eine eigene App für die Plattform gibt es aber nicht. Auch eine Responsive-Lösung (Webseite passt sich dem mobilen Endgerät an) bietet wikifolio nicht an. Dies hängt natürlich damit zusammen, dass wikifolio schon fast eine eigene Produktkategorie darstellt und sich damit im Randbereich des Social Tradings befindet. Die Nutzer folgen also zwar bestimmten wikifolios, aber handeln diese ganz herkömmlich über ihre jeweiligen Broker. So braucht wikifolio selbst auch keinen mobilen Handel vorzuhalten. Um in dieser Testkategorie „Mobiles Trading“ trotzdem eine Bewertung abgeben zu können, hat sich die Aktiendepot.de für den Mittelweg entschieden. Wikifolio erhält im Test in der Kategorie „Mobiles Trading“ eine „befriedigende“ Note.

Befriedigend

Trader & Follower - Reger Austausch zwischen Tradern und Followern

Wir sollten uns nichts vormachen: Die Qualität eines Social Trading Brokers steht und fällt mit dem Erfolg seiner Signalgeber. Daher ist jeder Anbieter bemüht, einerseits die Anzahl der Trader zu erhöhen, aber auch die Qualität. Denn die reine Anzahl nützt herzlich wenig, wenn diese nicht nachhaltig wirtschaftliche traden. Häufig finden Anleger Zahlen zu den Nutzern der Plattformen. Aber kaum Aussagen zur Anzahl oder zum Erfolg der Signalgeber. Für uns ist dieses Kriterium jedoch sehr wichtig. Daher haben wir auch wikifolio in dieser Kategorie gründlich unter die Lupe genommen. Neben der Anzahl der Händler ist für uns auch entscheidend, ob es denn genügend Strategien gibt, denen der Anleger folgen kann. Denn neben der Gewinnmaximierung stehen auch Aspekte wie eine geringe Volatilität im Mittelpunkt der Anlageentscheidung.

Seit der Gründung im Jahr 2012 haben sich über 20.000 User auf Wikifolio registriert, 5.700 haben ihre Strategien ins Schaufenster gestellt,

Beim Social-Broker sind mehr als 20.000 Nutzer registriert. Davon sind circa 6.000 signalgebende Trader und rund 14.000 Follower. 1.700 dieser wikifolio genannten Strategien können Privatanleger als Zertifikate über die Börse Stuttgart kaufen oder verkaufen. Die Wertpapiere zusammen waren Ende 2014 100 Millionen Euro wert, das ist mehr als doppelt so viel wie am Ende des Vorjahres.

Parallel zum Trading findet auf wikifolio.com ein relativ reger Austausch zwischen Tradern und Followern statt, immer abhängig vom konkreten Trader. Das ist erfreulich, denn damit ist wikifolio ein Broker, der für aktives Social Trading steht. Unter Berücksichtigung aller Testkriterien in der Kategorie „Trader & Follower“ erhält wikifolio die Testnote „gut“.

Gut

Zusatzangebote - Angebote für Trader mit Wertpapierdepots bei sbroker und comdirect

Um neue Kunden zu gewinnen arbeiten Unternehmen aus der Wertpapierbranche in der Regel mit Zusatzangeboten, wie einer Prämie oder besonderen Ausbildungsinhalten. Auch Social Trading Broker machen da keine Ausnahme, auch wenn die Konkurrenz hier nicht ganz so groß ist, wie in anderen Segmenten. Im Testbericht untersuchten wir, ob und in welchem Umfang wikifolio Zusatzangebote zur Verfügung stellt.

Wikifolio bietet falls das Wertpapierdepot bei seinem Partner sbroker eröffnet wird alle wikifolio-Indexzertifikate für 0,99 EUR Orderprovision zzgl. Handelsplatz- und Abwicklungsentgelt an. Falls das Wertpapierdepot bei seinem Partner comdirect eröffnet wird erhält der Kunde 5 Free Trades. Beim Social-Trading wird in der Regel, zumindest wenn der Anlagehorizont kurz ist, mit einer hohen Frequenz gehandelt. Deswegen war es interessant, ob wikifolio im Test Vieltrader und andere professionelle Trader bevorzugt behandelt. Das ist aber nicht der Fall. Insgesamt sind Erfahrungen mit den Zusatzangeboten von wikifolio eher positiv, die Aktiendepot-Redaktion hat im Test die Note „gut“ vergeben.

Gut

Rechtliches - Klare und transparente AGB

Eine Regulierung muss es bei wikifolio ebenso wenig geben wie eine Einlagensicherung, da wikifolio kein Broker im klassischen Sinn ist. Die wikifolio-Zertifikate werden über eine Bank erworben und dann meist bei einem deutschen Institut verwahrt. Die Zertifikate werden ausschließlich an der EUWAX gehandelt. Dies zusammen stellt ein gewisses Maß an Sicherheit dar. Darüber hinaus hat die Aktiendepot-Redaktion bei wikifolio die Qualität der juristisch bedeutsamen Texte unter die Lupe genommen. Interessenten an einem wikifolio-Konto müssen schließlich klar verstehen können, was sie da eigentlich unterschreiben.

Wikifolio konnte mit seinen rechtlichen Standards überzeugen. Wer bei einem Broker online schnell auf den Zahn fühlen will, kann dies übrigens über eine Google-Suche machen und zum Beispiel nach „wikifolio AGB“ oder „wikifolio AGB PDF“ suchen. Besondere Vorsicht ist bei Social-Brokern geboten, die sich auf riskante Finanzinstrumente spezialisiert haben. Bei wikifolio ist das nicht der Fall. Nach Berücksichtigung aller Testkriterien bekommt dieser Social-Broker in der Kategorie „Rechtliches“ von der Aktiendepot-Redaktion die Teilnote „gut“.

Gut
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Im Test von Aktiendepot.de: Konnte wikifolio überzeugen?

JA, der Social-Broker wikifolio hat im Härtetest überzeugt. Aus der Bewertung aller zehn getesteten Kategorien ergibt sich die Gesamtnote 2,6. Mit seinem Social-Trading-Angebot wendet sich dieser Anbieter sehr gezielt sowohl an Trading-Experten mit viel Handels- und Markterfahrung, die als Trader auf der Plattform ihre Strategien teilen können. Die andere Zielgruppe, die angesprochen wird sind Einsteiger mit mehr oder weniger Erfahrung, die den Strategien folgen möchten. Sehr entscheidend für das durchschnittliche Testergebnis waren die Fakten, dass wikifolio gar kein Broker im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Finanzprodukt ist. So war ein Vergleich nicht ganz leicht. Verbessern könnte sich generell der Informationsgehalt und die Aufmachung des Portals sowie die Wissensvermittlung, speziell bezogen auf den Trend „Social-Trading“. Bei der Auswahl seiner Trader sowie der Kommunikation zwischen Trader und Follower kann der Social-Trading-Anbieter hingegen schon überzeugen.

Zum Angebot von wikifolio

Rating

Bewertung
Kosten4Gut
Kundenservice3Befriedigend
Sicherheit3Befriedigend
Benutzerfreundlichkeit3Befriedigend
Unsere Empfehlung