Crash Aktien kaufen – Alles zur langfristigen Investition bei guter Rendite und moderatem Risiko!

Ruben Wunderlich - 4. September 2015

Der DAX büßte in den letzten Wochen zwischenzeitlich knapp 2.500 Punkte ein – über 20 Prozent! Auch wenn er sich wieder von den Tiefstständen etwas erholt hat, liegt er doch noch deutlich unter den diesjährigen Höchstständen. Daher die Frage: Sollte man jetzt die Gunst der Stunde nutzen und Aktien kaufen?

„Ich hab's doch gewusst – Aktien sind nichts für mich.“ Solche Aussagen hört man immer wieder in Crash-Situationen. Doch ist diese Aussage so richtig? Kurz und schmerzlos: Nein! Wer langfristig in Aktien investiert und sein Vermögen dabei streut – der Fachmann spricht von Diversifikation – hätte in der Vergangenheit immer Gewinne gemacht.

6 bis 7 Prozent Rendite pro Jahr bringen internationale Aktien im Durchschnitt auf lange Sicht (mindestens 10 bis 15 Jahre). Bessere Renditen, bei gleichzeitig relativ „geringem“ Risiko, schafft keine andere Geldanlage.

Nicht wahllos irgendeine Aktie kaufen

Die Frage: „Soll ich jetzt Aktien kaufen?“ ist natürlich so nicht zu beantworten und viel zu weitläufig. Es bringt auch gar nichts, jetzt spontan in irgendwelche Aktien zu investieren. Wer sich langfristig ein Vermögen aufbauen möchte, der kümmert sich sowieso nicht um die aktuellen Kurse – ob der DAX nun bei 10.300 oder 9.700 Punkte steht. Im Folgenden geben wir Ihnen einige Tipps, die Sie bei Ihrer Aktienauswahl berücksichtigen sollten.

Eine Aktieninvestition ist eine langfristige Angelegenheit

Wie bereits erwähnt, ist eine Anlage in Aktien eine langfristige Sache. Mindestens 10 bis 15 Jahre sollten Sie schon einplanen. Natürlich können Sie auch mit kurzfristigen Käufen und Verkäufen viel Geld verdienen. Doch das ist dann keine Geldanlage mehr, sondern Trading. Um damit langfristig Geld zu verdienen, gehört eine Menge Wissen, Erfahrung und Disziplin dazu. Also, wenn Sie Aktien als Geldanlage betrachten, dann rechnen Sie mit einem langfristigen Zeithorizont, denn auf lange Sicht, haben Aktien immer Gewinne gebracht (vorausgesetzt auch die folgenden Regeln wurden eingehalten). Zwischenzeitliche Crashs „verschlafen“ Sie einfach.

Nach dem Crash - Aktien kaufen?

Nicht alle Eier in einen Korb legen

Wahrscheinlich kennen Sie den Spruch „Nicht alle Eier in einen Korb legen.“ So einfach und banal er klingen mag, hat die Anwendung dieser Regel womöglich am meisten Einfluss auf Ihre Rendite. Es kann durchaus sein, dass einzelne Unternehmen – und deren Aktien – auch auf lange Sicht Verluste machen, ja sogar insolvent werden. Doch wenn Sie Ihr Vermögen diversifizieren, also in verschiedene Aktien investieren, werden die Gewinne die Verluste in den meisten Fällen kompensieren. In wie viele verschiedene Aktien sollte man streuen? Auf jeden Fall sollte die Streuung branchen- und länderübergreifend erfolgen. Schwächelt beispielsweise die Autowirtschaft, könnten Gewinne aus der Pharmabranche die Verluste Wett machen. Wenn Sie jedoch nur Aktien aus der Automobilbranche haben, ist Ihr Depot ebenfalls stark von der Konjunktur abhängig. Eine gute Streuung schaffen Sie jedoch nicht mit 3 oder 4 verschienden Aktien. Daher sollten Sie auf eine andere Variante zurückgreifen.

ETFs bieten hervorragende Streuung

In der Praxis hat es sich gezeigt, dass Anlagen in so genannte ETFs sehr zielführend sind. Ein ETF spiegelt die Entwicklung eines Index wider. Indizes können – denken Sie beispielsweise an den DAX – von Grund auf bereits diversifiziert sein. Sie müssten dann nicht einzelne Aktien kaufen, sondern haben so bereits ein breites Portfolio in Ihrem Depot. ETFs auf den Weltaktienindex MSCI World bieten sogar eine extreme Diversifikation – mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern.

Die Kosten berechnen – ein günstiges Aktiendepot wählen

Die Kosten spielen bei langfristigen Geldanlagen eine sehr große Rolle. Daher sollten Sie diese unbedingt im Blick behalten. Zum Beispiel können Depotgebühren und Transaktionskosten mehrere Hundert Euro im Jahr ausmachen. Suchen Sie sich daher ein kostenfreies Depot, mit günstigen Ordergebühren in unserem Aktiendepot Vergleich.

Eine zweiter Kostenfaktor, neben den Depotkosten, sind die Gebühren für das Fondsmanagement. Wenn Sie direkt Aktien kaufen, fällt diese natürlich nicht an. Doch wenn Sie sich für Fonds entscheiden, um Ihr Vermögen zu streuen, müssen immer auch Fondsgebühren bezahlt werden. In der Praxis gibt es, grob gesagt, 2 Arten von Fonds: aktiv gemanagete und nicht aktiv gemanagete Fonds. Wie der Name bereits sagt, steht hinter den erstgenannten ein Fondsmanager, der entscheidet, welche Aktien ins Portfolio kommen. Dieser Manager will natürlich auch bezahlt werden und das geht zu Lasten der Rendite. Hier bieten sich wieder ETFs an, die außer einer geringen Verwaltungsgebühr, keine Kosten verursachen.

Monatlich sparen – der Königsweg

Monatliches Sparen in Aktienfonds ist der Königsweg der Geldanlage. Sie profitieren automatisch in Crashzeiten von günstigen Einstiegskursen. So „glättet“ sich Ihr Depot. Unser Tipp: ETF Sparpläne.
Im Fachjargon spricht man hier vom Cost-Everage-Effekt. Auf lange Sicht bringt ein monatliches Sparen fast immer bessere Resultate, als eine Einmalanlage. Außerdem können so auch Kunden profitieren, die nicht über eine größere Summe verfügen, die sie anlegen können. Monatliche Sparpläne gibt es häufig bereits ab 25 Euro.

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich war nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und einem BWL-Studium 6 Jahre lang im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er nun für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert auf aktiendepot.de aktuelle News & Entwicklungen rund um die Finanzmärkte.
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