Aktiendepot

Honorarberatung der Consorsbank im Test

Consorsbank Test
Mindesteinlageab 0,00 €
Honorarab 0,7 %
AnalyseJa
Zur Consorsbank

Honorarberatung der Consorsbank im Test: ein breit gefächertes Beratungsangebot!

Hinter dem Angebot „Honorarberatung“ der Consorsbank steht das Großbank-Tochterunternehmen BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet. Es gehört seit 2002 zur Paribas-Gruppe und ist nur auf dem deutschen Markt aktiv. Die Hauptsitze befinden sich in Nürnberg und Frankfurt (Main). Neben der Honorarberatung bietet das Unternehmen auch „Vermögensberatung“, „Wealth Management“, „Derivate-Beratung“ und „Vorsorgeberatung“. In diesem Test der Beratungsangebote der Consorsbank hat sich die Aktiendepot-Redaktion auf die Honorarberatung konzentriert. Zusätzlich zur Beratung bietet die Großbank-Tochter Consorsbank auch grundlegende Bankangebote wie Girokonto, Tagesgeld, Festgeld und Depot.

"Honorarberatung" von der Consorsbank: was wird geboten?

Die Consorsbank bietet „Mit dem Anlageberater auf Augenhöhe“ und „Ihr Anlageberater erhält sein Honorar von Ihnen“. Weil das im provisionsgetriebenen Markt der Finanzprodukte ein besonderes Angebot ist, hat sich die Aktiendepot-Redaktion die Consorsbank-Honorarberatung im Test genau angesehen.

Welche Vorteile verspricht die Großbank-Tochter Consorsbank ihren Kunden?

Von anderen Honorarberatern, Vermögensberatern und Vermögensverwaltern versucht sich die Consorsbank mit „Unabhängige Finanzberatung zu Fonds, Aktien, Anleihen, ETFs und Anlagezertifikaten“ und „Sie passen Ihr Portfolio der aktuellen Marktlage gewinnbringend an“ abzugrenzen. Diese Argumente wurden von Aktiendepot.de mit praktischen Erfahrungen verglichen.

Wie bringt sich die Consorsbank mit ihrer Honorarberatung in Stellung und was haben Privatanleger davon?

Auf ihrer Webseite betont die Consorsbank rund um die Honorarberatung den besonderen Wert von „Beratung zu Ihrer Altersvorsorge“, „unvoreingenommenen Empfehlungen“ und der Bedeutung eines „festen Ansprechpartners“ in der Beratung. Anhand konkreter Erfahrungen hat Aktiendepot.de geprüft, ob die Consorsbank auch bei der ihrem Beratungsangebot der Selbstdarstellung als eine der „führenden Direktbanken in Europa“ gerecht wird.

Wie wirkt die Neukundenwerbung der Consorsbank auf wechselwillige Depotinhaber und Privatanleger?

Kunden, die bereits ein Depot haben und Kunden, die nur das Provisionsmodell der Banken kennen, wollen die Berater der Consorsbank mit Argumenten wie „langfristige, begleitende Anlageberatung per Telefon“ und „Sie tauschen sich regelmäßig mit Ihrem Anlageberater aus“ überzeugen. Im Test von Consorsbank hat Aktiendepot.de deswegen ganz genau hingeschaut, ob diese Argumentation überzeugen kann.

Unsere Erfahrungen - wie hat die Consorsbank mit ihrer Honorarberatung im Test abgeschnitten?

Kosten für die Beratung: 3 (doppelt gewichtet)
Kundenservice: 2 (doppelt gewichtet)
Risiko: 3
Sicherheit: 1
Wissensvermittlung: 2
Benutzerfreundlichkeit: 2
Smartphone & Tablet: 3
Berater & Kunden: 2
Zusatzangebote: 5
Rechtliches: 2

Gesamtnote: 2,5

Pro

  • Gut erreichbare Berater und Mitarbeiter sind die Basis für guten Kundenservice
  • Das Beratungsangebot ist genau so sicher wie das Online-Banking der Großbank
  • Honorarberatung wird wie das Depot durch soliden Wissensbereich für Einsteiger ergänzt
  • Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit sind erfreulich gut
  • In Nürnberg, Frankfurt und München ist mit guter Beratungsqualität zu rechnen
  • Rechtssicher und doppelt reguliert als deutsch-französische Großbank-Tochter
Zur Consorsbank

Contra

  • Viele Beratungsvarianten ergeben trotzdem nur ein befriedigendes Ergebnis bei den Kosten
  • Mehr Offenheit und Klarheit in Sachen Risiken würde das Angebot verbessern
  • Auf mobilen Endgeräten aufrufbar, allerdings ohne Verbindung zur Honorarberatung
  • Komplett fehlende Zusatzangebote sorgen für eine schlechte Bewertung

Kosten für die Beratung - viele Beratungsvarianten ergeben trotzdem nur ein befriedigendes Ergebnis

In der klassischen Bankberatung erhalten Kreditinstitute für den Verkauf von Finanzprodukten eine Provision. Die Gefahr die dabei besteht ist, dass die Beratung nicht Kundenorientiert, sondern Provisionsorientiert erfolgt. Eine Beratung, die nur auf Honorarbasis stattfindet, könnte das verändern. An Stelle einer Provision über vermittelte Finanzprodukte erhält der Berater einen festen Stundensatz, gelegentlich auch eine Erfolgsbeteiligung. Bei den Beratern muss es sich nicht um eine Bank handeln. Die Lizenzierung erfolgt durch die deutsche Regulierungsbehörde BaFin. Interessierte Nutzer können in diesem PDF die gesamten gesetzlichen Grundlagen dazu nachlesen.

Weil diese gesetzlichen Regelungen erst seit dem August 2014 gegeben sind, reagieren viele Anbieter nur langsam. Sie setzen beispielsweise auf eine gemischte Kalkulation aus provisionsgestützter Anlageberatung und provisionsfreier Honorarberatung. Der Schwerpunkt der Consorsbank liegt noch bei provisionsfreier Anlageberatung, wie bei der klassischen Vermögensberatung und Vermögensverwaltung schon lange üblich. Der Schritt zur Honoraranlageberatung auf Stundensatz-Basis wurde hier also noch nicht gewagt. Die Beratungsvergütung, auch bei den Leistungen „Vermögensberatung“ und „Wealth Management“, liegt dabei gestaffelt zwischen 0,7 und 1,0 Prozent des durchschnittlichen Gesamtvolumens des Depots. Abgerechnet wird jährlich und pauschal. Die genauen Konditionen können interessierte Anleger dem sowohl dem Preis- und Leistungs-Verzeichnis der Consorsbank als auch der BNP Paribas bzw. BNP Paribas Wealth Management entnehmen. Bei Fonds fallen der Consorsbank zufolge grundsätzlich keine Ausgabeaufschläge für die Kunden an und auch die obligatorischen Bestandsprovisionen für Fondsbestände werden laut Consorsbank regelmäßig erstattet.

Privatanleger müssen, um Kunde der Consorsbank im „Wealth Management“ (Vermögensverwaltung) zu werden, mindestens 250.000 € Anlagevermögen mitbringen. Damit spricht diese Großbank-Tochter vor allem ein finanziell unabhängiges Klientel an, genau wie klassische Privatbanken. In den Bereichen „Honorarberatung“ und „Vermögensberatung“ gibt es auf consorsbank.de leider keine Angaben zu eventuellen Mindestbeträgen für die Geldanlage. Beim Consorsbank-Baustein „Derivate-Beratung“ wird ganz anders gearbeitet, nämlich mit einem Beratungsvertrag zur Derivate-Beratung. Die Beratung erfolgt hier ausschließlich telefonisch über das FutureBroking-Betreuungsteam der Consorsbank. Eine besondere Zusatzleistung der Consorsbank ist die „Vorsorgeberatung“. Hier erfolgt die Beratung kostenfrei und ohne Verpflichtungen. Im Gegenzug für die wegfallenden Beratungskosten kommt hier bei den angebotenen Finanzprodukten vermutlich ein klassisches provisionsgestütztes Vertriebsmodell zum Einsatz

Während Honorarberatung und Vermögensberatung originäre Leistungen der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland sind, kommt bei den Modellen Wealth Management, Derivate-Beratung und Vorsorgeberatung eine Beratungsvariante des Mutterkonzerns BNP Paribas zum Einsatz. Weil es bei der Honorarberatung und Anlageberatung, egal ob provisionsfrei oder provisionsgestützt, immer auch um mehr Transparenz geht, wurde im Test von Consorsbank als nächstes die Klarheit der Kosten- und Gebührenstruktur bewertet: allein schon aufgrund der zahlreichen Leistungsbausteine und der wenigen Zahlenangaben ist das jeweilige Preis-Leistungs-Verhältnis schwer einzuschätzen. Weil die Beratungsangebote der Consorsbank erst seit kurzem am Markt sind, gab es auch noch keine Testberichten anderer Redaktionen, die für diesen Consorsbank-Test ausgewertet werden konnten. Unter Beachtung aller Aspekte waren die Erfahrungen mit Consorsbank bei den Beratungskosten insgesamt befriedigend. Weil die Kosten für die Beratung und die Servicequalität für Kunden die entscheidenden Kriterien sind, wurden diese beiden Kategorien auch im Test der Consorsbank doppelt gewichtet.

Befriedigend

Erfahrungen mit dem Consorsbank-Kundenservice - gut erreichbare Berater und Mitarbeiter

Honorarberater und andere provisionsfrei arbeitende Anlageberater haben eine anspruchsvolle Kundengruppe im Visier: solvente bis vermögende Privatanleger, die sich auch von Stundensatz-Abrechnung und hohen Beträgen für die Mindestanlage nicht nachhaltig beeindrucken lassen. Einen entsprechend professionellen Standard sollte also auch der Kundenservice erfüllen, falls eine Bank Honorarberatung anbietet. Professioneller Kundenservice fängt bei der Zahl der Kontaktwege an und geht über das Fenster für die zeitliche Erreichbarkeit bis hin zur Auffindbarkeit aller relevanten Kontaktdaten. Diese und weitere Punkte hat die Aktiendepot-Redaktion auch bei Consorsbank im großen Depot-Test überprüft.

Der Kundenservice von Consorsbank steht per E-Mail, Telefon, Fax, Post und persönlich in der Nürnberger Consorsbank-Niederlassung in der sogenannten Finance Lounge bereit. Beim Top-Angebot „Wealth Management“ gibt es entsprechende Zusatzleistungen, hier ist auch eine persönliche Beratung in München und Frankfurt (Main) möglich, zusätzlich gibt es ein Online-Beratungsangebot. Erreichbar sind die Mitarbeiter und Berater der Großbank-Tochter telefonisch und per E-Mail zwischen 9 bis 20 Uhr. In der Finance Lounge erreicht man als Kunde seinen Berater nur zwischen 9 und 17 Uhr.

Die Kontaktdaten des Kundensupports/des Kundenservice von Consorsbank sind auf der Webseite und in der PDF-Broschüre zur „Honorarberatung“ gut zu finden, auch die Kontaktformulare für die unverbindliche Kontaktaufnahme zu den Consorsbank-Beratern erfüllen ihren Zweck. Die Zahl der Kontaktmöglichkeiten zur Consorsbank und die zeitliche Erreichbarkeit sind im Vergleich zu anderen Erfahrungen der Aktiendepot-Redaktion als gut einzuschätzen.

Gut

Die Consorsbank im Risiko-Test - mehr Offenheit und Klarheit in Sachen Risiken würde das Angebot verbessern

Jeder Geldanlage liegen folgende 3 Faktoren zugrunde: Risiko, Rendite und Liquidität. Was nun die richtige Geldanlage für einen persönlich ist, hängt von der Lebenssituation, den finanziellen Verhältnissen und den Plänen des Kunden ab. In der traditionellen Anlageberatung finden diese Gesichtspunkte meist zu wenig Berücksichtigung. Hier liegt eine wirklich große Chance für die Honoraranlageberatung in der Zukunft. In der Honorarberatung dürfen natürlich auch die Risiken nicht verschwiegen werden. Um auch diesen Punkt zu testen, haben wir uns auch bei allen Honorarberatern gezielt über die Risikoinformationen erkundigt.

Ernst zu nehmende Brokerhäuser und Banken kommunizieren bewusst offen über Risiken und Chancen der Finanzmärkte und verstecken das Thema nicht. Konkret haben wir dabei überprüft: Sind alle Hinweise auf die Chance- und Risikoprofile enthalten? Unsere Beurteilung ist in dieser Hinsicht bei der Consorsbank zweigeteilt. Zwar sind Hinweise vorhanden. Allerdings nicht direkt in dieser Rubrik, sondern im Bereich „Finanzwissen“. Unserer Meinung nach, sollten diese Hinweise jedoch schon auf den Werbe- und Produktseiten enthalten sein. Auch bei der Präsentation von Honorarberatung, Vermögensberatung und Vermögensverwaltung dominieren die Chancen ganz klar die Risiken. Eine Ausnahme bildet hier der Bereich der Derivate-Beratung. Hier werden die höheren Risiken klar kommuniziert, zum Beispiel über „Besondere Risiken sind zu beachten.“ 

Um alle drei Aspekte – Rendite, Risiko und Liquidität – optimal berücksichtigen zu können, muss eine Honorarberatung oder Vermögensberatung sehr, sehr individuell sein. Nur so lassen sich dann auch die geforderten Stundensätze und die Höhe der Mindestanlage rechtfertigen. Im Test von Consorsbank wurde deswegen auch der individuelle Charakter von Anlageempfehlungen berücksichtigt, die Großbank-Tochter konnte hier bei der Vermögensverwaltung, dem Wealth Management, mit einer „ganzheitlichen Vermögensverwaltung von Aktie bis Stiftungsmanagement“ überzeugen. Bei den Leistungsbausteinen Honorarberatung und Vermögensberatung bleibt die tatsächliche Individualität der Anlageempfehlungen, zumindest in der Außendarstellung auf der Webseite, eher im Unklaren.

Abgesehen vom Risiko der jeweiligen Geldanlage, spielt auch das Thema Sicherheit bei den Kundeneinlagen eine große Rolle. Die Consorsbank verwahrt dabei die Gelder der Anleger getrennt vom Unternehmensvermögen bei anderen Banken. Zusätzlich existiert sowohl eine gesetzliche als auch eine freiwillige Einlagensicherung, sollte die Consorsbank doch mal Insolvenz anmelden müssen. Die Trennung der Kundengelder vom eigenen Kapital bedeutet letzten Endes, dass die Consorsbank gar nicht über das Geld verfügen kann. Das ist vor allem in einer Pleite sehr wichtig – auch wenn diese sehr selten vorkommt. Bei der freiwilligen Einlagensicherung setzt die Consorsbank auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V. und zusätzlich noch der Fonds de Garantie des Dépots. Beim wichtigen Thema „Risiko“ hinterlässt die Consorsbank insgesamt einen befriedigenden Gesamteindruck.

Befriedigend

Consorsbank: Erfahrungen mit der Sicherheit - genau so sicher wie das Online-Depot und Online-Banking der Großbank

Die Höhe der Mindestanlage liegt bei Honorarberatung und Vermögensverwaltung in der Regel im fünf-, sechs- oder sogar siebenstelligen Euro-Bereich. Es liegt also auf der Hand, dass bei diesen Geldbeträgen Fehlleistungen des Anbieters viel Geld kosten können, zum Beispiel wenn der Internet-Sicherheit zu wenig Priorität eingeräumt wird. Deswegen hat die Aktiendepot-Redaktion im ersten Schritt die SSL-Verschlüsselung von Webseite und Login-Bereich auf consorsbank.de im Test geprüft. Getestet wurde die Consorsbank mit Hilfe von zuverlässigen Tools im Internet. Das Testresultat für die Großbank-Tochter ist positiv: Sowohl auf der Webseite als auch im Login-Bereich ist die SSL-Verschlüsselung aktuell und valide. Diese wichtige Grundlage der Internet-Sicherheit können Privatanleger übrigens jederzeit selbst testen, hier und hier findet man die von der Aktiendepot-Redaktion verwendeten Tools.

Ein sehr entscheidendes Testkriterium war auch bei der Consorsbank die Suche nach einschlägigen Presseberichten zu Datenleaks, Hacker-Attacken und anderen Problemen mit der Internet-Sicherheit.

Als Ergebnis können wir hier ein positives Testresultat festhalten. Es gibt keine Berichte oder Reportagen über Datenlecks oder Ähnliches. Da die Sicherheit auch von Seiten des Nutzers gewährt werden muss, ist es wichtig, dass die Bank auch Hinweise auf ihrer Website implementiert, in denen sie vor betrügerischen Aktivitäten warnt. Auch das ist bei der Consorsbank im Form von Hinweisen, Beiträgen usw. vorhanden. Abgesehen davon, arbeitet die Consorsbank mit der mobilen TAN oder alternativ einem TAN-Generator. Beide Varianten sind dabei auf dem höchsten Sicherheitsstandard.

Auch das Vorhandensein eines Benachrichtigungsservices bei verdächtigen Transaktionen war uns im Test wichtig. Hier kann die Consorsbank ebenfalls punkten. Es besteht die Möglichkeit, sich per SMS zu informieren, wenn eine Transaktion von über 1.000 Euro getätigt wird. Weiterhin können Nutzer auch ein Überwisungslimit einrichten, sowohl in der Höhe, als auch in Form einer Ländersperre. In der Testkategorie „Sicherheit“ konnten wir der Consorsbank die Note „sehr gut“ vergeben.

Sehr Gut

Wissensvermittlung - Honorarberatung wird durch soliden Wissensbereich für Finanz-Einsteiger ergänzt

Wer im Internet unterwegs ist, sucht häufig nach Informationen. Deswegen bieten viele Banken und Online-Broker ein überraschend umfangreiches Angebot für die Wissensvermittlung. Rund um die Leistungen „Honorarberatung“, „Vermögensberatung“, „Vermögensverwaltung“ und „Derivate-Beratung“ gibt es leider kein gesondertes Wissensangebot der Consorsbank. Die eigentliche Wissensvermittlung findet hier ja in erster Linie im Beratungsgespräch unter vier Augen statt. Die konkreten Erfahrungen mit einem Beratungsangebot wie dem der Consorsbank können also immer nur im Einzelfall wirklich bewertet werden.

Im Consorsbank-Test hat sich die Redaktion von Aktiendepot.de deswegen auf die Angebote auf consorsbank.de konzentriert. In die Bewertung flossen unter anderem ein, wie umfangreich das Wissensangebot vorhanden ist und in welchem Format, sprich, Ratgeber, Webinare oder auch Seminare. Zudem bewerten wir auch, ob es die Inhalte nur kostenpflichtig gibt oder ob auch kostenfreie Inhalt vorhanden sind. Auf der Webseite der Großbank-Tochter gibt es eine Rubrik „Wissen“, die sich der Weiterbildung der Kunden und Interessenten widmet. Wie viele Erfahrungen zeigen, sind insbesondere Seminare hervorragend für die Wissensvermittlung geeignet. Neben Webinaren, bietet die Consorsbank deshalb auch gelegentlich Themenabende oder Seminare vor Ort an. Toll ist, dass das Angebot grundsätzlich gebührenfrei ist.

Insgesamt ist das getestete Wissensangebot von Consorsbank als professionell, übersichtlich und hilfreich einzuschätzen und erhält deswegen von der Aktiendepot-Redaktion die Testnote „gut“. Hier ist nachzulesen, wie das Depot-Angebot der Consorsbank in Sachen Wissensvermittlung im Detail abgeschnitten hat.

Gut

Benutzerfreundlichkeit, die Erfahrungen mit der Consorsbank - Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit sind erfreulich gut

Bei der Benutzerfreundlichkeit (Usability) einer Webseite zählt der immer erste Eindruck, sonst ist das Angebot nicht benutzerfreundlich. Deswegen hat sich die Aktiendepot-Redaktion consorsbank.de sehr genau angeschaut: vom ersten Eindruck über die Suchfunktion bis hin zur praktischen Nutzbarkeit des Angebots auf mobilen Endgeräten. Im Test war der erste Eindruck der Consorsbank-Webseite eindeutig: modern, übersichtlich und vertrauensbildend. Dieser vom Start weg gute Eindruck setzt sich auf den weiteren Webseiten auf consorsbank.de fort, die Besucher werden gut strukturiert durch informative und ansprechende Inhalte geführt. Dabei ist die Webseite der Consorsbank auf allen verbreiteten Endgeräten problemlos aufrufbar.

Sehr hilfreich für die intuitive Bewertung einer Webseite sind vertrauensbildende Elemente, zum Beispiel Qualitätssiegel, Kundenstimmen und Auszeichnungen von Redaktionen. Auf consorsbank.de finden sich viele derartige Elemente, die Liste der Auszeichnungen findet sich dabei jeweils am Seitenende. Auszeichnungen, die sich konkret auf die Honorarberatung und Vermögensberatung beziehen, waren dabei im Test allerdings noch nicht zu finden.

Insgesamt ist die Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit der Consorsbank-Webseite als „gut“ zu bewerten. Hier ist nachzulesen, wie das Depot-Angebot der Consorsbank in Sachen Usability genau abgeschnitten hat.

Gut

Smartphone & Tablet - auf mobilen Endgeräten aufrufbar, allerdings ohne Verbindung zur Honorarberatung

Auch im Bankwesen greifen immer mehr Nutzer auf mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets zurück. Anbieter, die hier punkten möchten, bieten daher stabile und sichere Apps sowie eine Website im Responsive Design an. Anlageberater und Vermögensberater tun sich da naturgemäß etwas schwerer, denn ihr Angebot bedarf der direkten persönlichen Beratung. Hier gibt es oft noch keine geeignete App, die das leisten kann. Regelrechter mobiler Wertpapier-Handel, wie er bei vielen Aktien- und Devisendepots für aktive Anleger möglich ist, entspricht dazu nicht dem Grundkonzept einer persönlichen und kostenpflichtigen Honorarberatung. Trotzdem darf die Consorsbank auch im Bereich der Honorarberatung den großen mobilen Banking-Trend nicht ignorieren. Deswegen wurde das Angebot auf consorsbank.de auch mit Smartphone und Tablet getestet.

Wir können der Consorsbank bescheinigen, dass sie in beiden Punkten absolut Kunden- und zukunftsorientiert arbeite. Es gibt sowohl eine kostenfreie Banking App für Android und iOS als auch eine Website optimiert für mobile Geräte. Insgesamt erhält die Großbank-Tochter Consorsbank im mobilen Test der Aktiendepot-Redaktion dennoch nur die Note „befriedigend“, denn ein auf die Honorarberatung zugeschnittenes mobiles Angebot fehlt noch.

Befriedigend

Berater & Kunden - in Nürnberg, Frankfurt und München ist mit guter Beratungsqualität zu rechnen

Bei den innovativen Geschäftsmodellen Honorarberatung und provisionsfreie Anlageberatung ist die Beratungsqualität sehr, sehr entscheidend. Manche Experten meinen sogar, dass sie noch bedeutsamer ist als im traditionellen Vertriebsmodell. Deswegen hat die Aktiendepot-Redaktion der Beratungsqualität eine eigene Testkategorie gewidmet. Wichtige Testfragen an Consorsbank waren beispielsweise: wie viele Berater sind tätig? An welchen Standorten sind Berater verfügbar? Und wie ist es um den beruflichen Hintergrund und die aktuelle Qualifikation der jeweiligen Honorarberater bestellt? Schlechte Erfahrungen mit einem einzelnen Berater lassen sich durch diesen Consorsbank-Test natürlich nicht ausschließen, aber eine Tendenz wird erkennbar. 

Beim Angebot „Honorarberatung“ der Consorsbank fehlen leider Angaben zur Zahl der Berater, an welchen Standorten diese Berater tätig sind und welchen beruflichen Hintergrund beziehungsweise Qualifikationen die Berater mitbringen. Es ist anzunehmen, dass mindestens in Nürnberg, dem Standort der Finance Lounge, ein Berater tätig ist. Der Qualitätsstandard der Beratung wird von Consorsbank als „unabhängig, kompetent und professionell“ beworben. Die Unabhängigkeit dürfte aufgrund des provisionsfreien Geschäftsmodells gesichert sein, über kompetent und professionell kann aufgrund der fehlenden Informationen zur Qualifikation der Berater bestenfalls gemutmaßt werden. Besser ist die Informationslage im Leistungsbereich „Vermögensberatung“. Hier gibt es einen festen Ansprechpartner, auch für Kunden, die sich nur hin und wieder beraten lassen oder eine zweite Meinung einholen möchten.

Nicht ganz so relevant wie der berufliche Hintergrund und die tatsächliche Qualifikation ist die Abstimmung und Kommunikation zwischen Berater und Kunde. Hier gibt es von Seiten der Consorsbank endlich auch mehr Informationen. Laut der Großbank-Tochter wird der Kunde aktiv in den Beratungsprozess einbezogen, es findet regelmäßiger telefonischer Kontakt statt und dadurch dass Veränderungen besprochen werden, sollen die Kunden immer auf dem Laufenden gehalten werden. Das ist erfreulich, denn die Erfahrungen zeigen, dass sich gerade Kunden in der Honorarberatung und Vermögensberatung sich einen durchaus intensiven Dialog wünschen. Die Abstimmung zwischen Kunde und Berater erfolgt in erster Linie telefonisch, alternativ aber auch vor Ort in Nürnberg oder Frankfurt. Beim „Wealth Management“ kommt hier wieder der Standort München hinzu. Noch einen Schritt weiter geht die Derivate-Betreuung, hier ist der gewählte Berater zusätzlich auch über Mobilfunk oder E-Mail erreichbar. Insgesamt bekommt die Consorsbank für ihre Bemühungen in der Testkategorie „Kunden & Berater“ die Teilnote „gut“.

Gut

Zusatzangebote - komplett fehlende Zusatzangebote sorgen für eine schlechte Bewertung

Obwohl die meisten Honorarberater parallel auch als Bank aktiv sind, ist aggressive Kundenwerbung hier noch kaum einmal anzutreffen. Dies liegt unter anderem daran, dass der spezielle Markt der Honorarberatung noch sehr jung ist und es dementsprechend nur wenige Anbieter gibt. Eine Zahl zur Veranschaulichung: Insgesamt hat die Redaktion von Aktiendepot.de mehr als 50 Banken und Broker getestet, nur drei davon hatten überhaupt ein Angebot für Honorarberatung und/oder Honoraranlageberatung. Mit den Geschäftsmodellen Honorarberatung, Vermögensberatung und Vermögensverwaltung werden dazu ganz klar andere Kundengruppen angesprochen als mit einem Aktiendepot ohne Mindesteinlage. Die Kunden sind solventer und wissen Qualität zu schätzen, die Gründe für einen Wechsel des Anbieters sind also nicht unbedingt in kleinen Wechselprämien und Zusatzangeboten zu suchen.

Ändern könnte sich dies aber dann, sofern die Idee der „Honorarberatung“ nicht nur von einigen wenigen Banken angeboten wird, sondern eine allgemeine Akzeptanz erhält. Daher haben wir auf consorsbank.de bereits jetzt nach entsprechenden Inhalten gesucht. Anders als beim Depot-Angebot der Consorsbank waren bei der Anlageberatung und Honorarberatung keine Zusatzangebote und Wechselanreize zu finden. Auch Neukunden, die erst durch die anlaufende Presseberichterstattung auf das Thema „Honorarberatung“ aufmerksam geworden sind, werden von der Consorsbank also nicht gezielt angesprochen. In der Gesamtschau ergibt sich deswegen die Teilnote „mangelhaft“ für die Zusatzangebote der Consorsbank.

Mangelhaft

Rechtliches - rechtssicher und doppelt reguliert

Banken, Broker und Berater müssen seriös sein und sich entsprechenden Kontrollinstanzen unterwerfen. Dies ist ihr wichtigstes Kapital als Anbieter. Innovative Finanzprodukte (z.B. CFDs), neu erschlossene Märkte (z.B. Devisenhandel) oder neue Anlagekonzepte (z.B. Broker für Social Trading) sind dagegen für Privatanleger anfangs sehr unübersichtlich. Durchaus vergleichbar ist die Lage bei der Honoraranlageberatung, denn auch hier hält die Regulierung nur mühsam mit den Innovationen Schritt. Auch beim Thema „Honorarberatung“ kommt der Regulierung aber entscheidende Bedeutung zu. Deswegen hat die Aktiendepot-Redaktion in der zehnten und letzten Testkategorie die rechtliche Situation bei der Consorsbank genauer angeschaut.

Für die länderübergreifend aktive Großbank-Tochter sind als Regulierungsbehörden die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin, Deutschland) und die Autorité des marchés financiers (Frankreich) zuständig. Indirekt haben somit auch die Banque de France und die Europäische Zentralbank Regulierungshoheit über die Consorsbank. Ein wichtiges Indiz für Seriosität und ein ernst zu nehmendes Unternehmen ist die Qualität der Inhalte auf der Webseite.

Naturgemäß sind rechtliche und juristische Texte nicht im Unterhaltungston geschrieben. Als Laie hat man womöglich sogar Schwierigkeiten sie zu verstehen. Das ist jedoch dem Umstand geschuldet, dass sie teilweise so formuliert sein müssen. Dennoch können die Autoren die Inhalte mehr oder weniger komplex verfassen. Fakt ist, dass die AGBs und weiteren rechtlichen Texte der Consorsbank von Juristen verfasst wurden, deren Muttersprache Deutsch ist. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr! Auf der Website können die Dokumente direkt eingesehen oder heruntergeladen werden. In der Testkategorie „Rechtliches“ vergibt die Aktiendepot-Redaktion an die Consorsbank die Testnote „gut“.

Gut
Jetzt Consorsbank Anlageberatungs Konto eröffnen Jetzt Konto eröffnen + sofort profitieren

Im Test von Aktiendepot.de: Konnte die Consorsbank überzeugen?

JA, beim Thema Honorarberatung und Vermögensberatung konnte die Consorsbank die Aktiendepot-Redaktion im Test schon überzeugen. Die Mischung aus innovativer Honorarberatung und traditioneller Anlageberatung erzielte im Test die Gesamtnote 2,5. Wesentlichen Anteil am Testresultat hatten der gute Kundenservice, die Qualität der Beratung und die einwandfreie rechtliche Präsentation des Angebots. Weniger gut waren die Erfahrungen mit der Consorsbank bei den Kosten für die Beratung, den Zusatzangeboten und bei der Präsentation der Risiken und Chancen. Das Angebot der Consorsbank ist auf vermögende Kunden zugeschnitten. Im Test hat sich gezeigt: besonders empfehlenswert ist das Aktiendepot von Consorsbank sowohl für aktive Privatanleger mit weniger Vermögen als auch für sehr solvente Kunden. Für Kleinanleger ist das Angebot dagegen nicht gedacht.

Zum Angebot der Consorsbank Anlageberatung

Rating

Bewertung
Kosten3Befriedigend
Kundenservice4Gut
Sicherheit5Sehr Gut
Benutzerfreundlichkeit4Gut
Unsere Empfehlung