ETFs der langfristige Vermögensaufbau – Sparpläne als als langfristige Anlage!

Aktiendepot.de - 19. Juli 2016

ETFs gibt es schon eine ganze Weile, genauer gesagt, seit dem Jahr dem Jahr 1971. Damals wurde der erste nicht-öffentliche Fonds für einen Pensionsfonds aufgelegt. Als Referenzindex wählten die Initiatoren die New York Stock Exchange, NYSE. Obwohl der erste Publikumsfonds mitte der 70er Jahre privaten Anlegern zugänglich gemacht wurde, hat sich der Hype um ETFs, Indexfonds, erst seit einigen Jahren entwickelt.

Einfaches Prinzip – kostengünstige Lösungen

Aktienfonds sind hinlänglich bekannt. Das Fondsmanagement stellt entsprechend der Anlagerichtlinien des jeweiligen Fonds ein Aktienpaket zusammen und versucht durch geschicktes agieren, sprich Kauf und Verkauf von Aktien, eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. Für das aktive Management erhält der Fonds eine sogenannte Managementgebühr, in einigen Fällen auch noch eine Erfolgsprämie. Ziel ist es, eine bessere Performance als der entsprechende Index zu erzielen. In vielen Fällen misslang dies in der Vergangenheit.

Indexfonds laufen auch unter dem Begriff „passive Fonds“. Sie bilden einen ausgewählten  Index, beispielsweise den DAX 30, eins zu eins ab. Aktivitäten des Managements sind nur notwendig, wenn es zu Veränderungen in der Zusammensetzung des Fonds kommt. Folglich fällt die Managementgebühr deutlich günstiger aus. Dazu kommt, dass ETFs über die Börse gehandelt werden. Bei der Wahl des richtigen Brokers sind die Kosten deutlich niedriger als der fünfprozentige Ausgabeaufschlag bei einem klassischen Fonds.

Sparpläne als langfristige Anlage

Unter Berücksichtigung der deutlich niedrigeren Kosten ist es natürlich verlockend, in einen Aktiensparplan über einen  Indexfonds zu investieren. Noch verlockender ist es, wenn der Broker auf die Ausführung des Anteilskaufs keine Courtage berechnet. Der Renditevorteil gegenüber einem aktiven Aktienfonds liegt auf der Hand. Es gilt allerdings für beide Varianten, dass der Durchschnittskosteneffekt bei einem Sparplan zusätzlich zur Rendite beiträgt. Was sollen Sparer aber tun, wenn sie kurzfristig Geld brauchen? Es liegt natürlich nahe, den Sparplan aufzulösen. In diesem Fall sollten sie aber erst einmal schauen, ob dies unter Renditegesichtspunkten eine glückliche Lösung darstellt. Die Kreditzinsen befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Möglicherweise ist es kostengünstiger, einen Kredit aufzunehmen, anstelle einen gut rentierenden ETF-Sparplan aufzulösen. Dies gilt vor allem dann, wenn der Fondssparplan dem langfristigen Vermögensaufbau dienen soll. Wurde das Guthaben erst einmal aufgelöst, wird es, so zeigt die Erfahrung, nur in den seltensten Fällen wieder eingezahlt. Ein günstiger Kredit ist gerade dann die sinnvollere Lösung, wenn die Performance des Fonds die Zinsen für das Darlehen übersteigt. Indirekt finanziert der Fonds so die Fremdmittelaufnahme. Für den langfristigen Vermögensaufbau sollte es eine Maxime sein, das Geld dort zu lassen, wo es ist – in den Fondsanteilen.