Krypto ETF: Sparplan auf Kryptowährung einrichten

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 07.04.2021


Die börsengehandelten Indexfonds, kurz ETF, haben sich für viele Sparer, besonders für Kleinanleger, zu einem idealen Ersatz für das Spar- oder Festgeldkonto entwickelt. Denn sie kosten nicht viel und sind sehr flexibel. Ein ETF bildet die Wertentwicklung eines beliebigen Index ab, allerdings algorithmisch.

Kosten für menschliche Expertise fallen nicht an. Viele ETF können nicht nur im Zuge von Einmal-Anlagen, sondern auch mit ETF Sparplänen bespart werden. Für alle, die der Wertentwicklung von Kryptowährungen folgen, stellt sich die Frage, ob man nicht auch Krypto ETF kaufen und am Kursgewinn von Bitcoin und anderen Coins teilhaben kann.

  • Krypto ETF direkt auf Kryptowährungen gibt es nicht.
  • Indizes können Unternehmen auf der Blockchain abbilden.
  • Statt Krypto ETF werden ETN angeboten.
  • Die Bundles der Krypto-Börsen sind eine weitere Anlageform.
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Krypto ETF kaufen: Bislang noch nicht möglich

Seit dem ersten unglaublichen Höhenflug des Bitcoin 2017, von dem auch andere Kryptowährungen profitierten, begann die Finanzindustrie von den Potenzialen digitaler Währungen Notiz zu nehmen. Relativ schnell wurden Produkte entwickelt, mit denen die Teilhabe an der Kursentwicklung der stärksten Coins möglich ist. Finanzderivate, insbesondere Zertifikate und CFDs, machten es möglich, Kryptowährung zu handeln, ohne die Coins wirklich zu besitzen.

Eine Beschäftigung mit der Blockchain, ein Wallet für die Aufbewahrung der so wichtigen privaten und öffentlichen Schlüssel und der Handel über Krypto-Börsen, wie ROIMAX, zu volatilen Kursen, all das vermeiden Trader mit Krypto-Derivaten. Die Machbarkeit und Popularität der Produkte hat dazu geführt, dass zunehmend nach Krypto ETF gefragt wird. Die wiederum gibt es noch nicht, und das wird sich kaum ändern.

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Keine Indizes auf Krypto-Coins

Aktiendepot.de Icon ZertifikateDass die Indexfonds auf Kryptowährungen nicht handelbar sind, liegt an ihrer Konstruktion. Denn ETF bilden immer einen Index ab. Deshalb ist ein regelrechter Krypto ETF so nicht umsetzbar. Eine mögliche Lösung haben einige Krypto-Börsen erarbeitet. Sie bieten ihren Kunden „Bundles“ an. Die „Bündel“ sind Körbe, in denen eine Auswahl von digitalen Währungen zusammengestellt ist, mit der Investition in ein solches Bundle streut der Anleger sein Kapital über verschiedene Coins.

Von der Konstruktion her sind die Bundles Krypto-Fonds. Als Emittent tritt die jeweilig Exchange auf, und die Coins, aus denen sich das Bundle zusammensetzt, werden zur Deckung vorgehalten – das entspricht einem physischen Fonds. Ein Bundle ist immer noch volatil genug, diversifizieren aber die Investition ein wenig gegenüber der Anlage in einzelne Kryptowährungen.

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Exchange Traded Note statt Krypto ETF

Die Schwierigkeit, börsengehandelte Produkte wie ETF anzubieten, mit denen Kryptowährungen abgebildet werden, umschiffen einige Emittenten auf andere Art. Sie bedienen sich sogenannter exchange traded notes. Damit wird das Vorbild von ETCs, den exchange traded commodities, aufgegriffen. Sowohl mit ETCs als auch mit ETNs kann man Einzelwerte oder Indizes abbilden. Sie eignen sich deshalb eher für die Spekulation auf Krypto-Coins.

Allerdings greifen im Vergleich zum ETF andere Sicherungen, denn ein ETN ist technisch ähnlich einzuordnen wie ein Zertifikat. Es handelt sich nicht um einen Fonds, sondern um eine vom Emittenten ausgestellte Schuldverschreibung, die Besicherung und das Risiko sind ebenfalls Zertifikaten vergleichbar.

Die Emittenten, die sich hier vorwagen, kommen nun den Wünschen vieler Anleger mit Krypto ETN entgegen. So ist ein ETN an der Frankfurter Börse, der den Bitcoin abbildet, auch durch physische BTC besichert, Anleger können den BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto unter der ISIN DE000A27Z304 handeln. Neben dem BTCetc ETN können Interessierte außerdem sieben ETN des Schweizer Emittenten Amun, nunmehr 21Shares, über die Börse Stuttgart handeln.

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Investitionen in ETF auf Blockchain-relevante Unternehmen

Aktiendepot.de Icon PlusDie ETN oder Bundles sind halbwegs da, wo Anleger hinwollen, regelrechte Krypto ETF gibt es noch nicht. Der wohl wichtigste Unterschied ist die Besicherung. Ein ETF fällt im Fall einer Insolvenz unter das sogenannte Sondervermögen, während ein ETN oder Zertifikat lediglich durch die Bonität des Emittenten Rückendeckung hat. Daher gibt es gute Gründe, ETF vorzuziehen – und auch wenn es noch keine „echten“ Krypto ETF gibt, können Anleger zumindest in Blockchain-Indizes investieren. Denn die Open Ledger Verwaltung der digitalen Währungen hat sich inzwischen als alltagstauglich erwiesen und findet über die Grenzen der Finanzwelt hinaus Anwendung.

Besonders die Ethereum-Blockchain mit ihren Intelligenten Verträgen und dezentralisierten Apps wird von der Immobilienbranche und von Versicherern bereits eingesetzt, im Gesundheitswesen und im Bereich der Logistik sind Anwendungsmöglichkeiten denkbar, und die Industrie 4.0 ist ohne Blockchain gar nicht denkbar. Entwickler und Hersteller ebenso wie Zulieferer, die die Hard- und Software für diesen Sektor bereitstellen, sind die Gewinner des Krypto-Booms. Hier finden sich zahlreiche börsennotierte Unternehmen, die mit ihren Geschäftsberichten überzeugen und die in einem Index gebündelt sind. Und in ein ETF auf diesen Index kann man investieren, den Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF mit der WKN A2PA3S.

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Fast 50 internationale Unternehmen in einem Krypto ETF

Der Index, den der ETF abbildet, ist sehr breit gestreut. Die enthaltenen Firmen haben eins gemeinsam, nämlich eine Fokussierung ihres Kerngeschäfts auf die Blockchain. Vertreten sind hier bekannte Firmen aus westlichen Industrieländern, doch auch Konzerne aus Schwellenländern sind hinlänglich enthalten. Zusammensetzung und Gewichtung des Index wird anhand der UCITS-Vorgaben alle drei Monate überprüft. Auch der Emittent bringt Kompetenzen für einen Krypto ETF mit, denn Invesco ist auf digitale Assets spezialisiert.

Die fast 50 Aktien des Index stammen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Fast die Hälfte von ihnen repräsentieren die IT, doch auch Vertreter der Finanzindustrie, der Kommunikationstechnologie oder der Konsumgüter-Industrie fehlen nicht. Der thesaurierende ETF ist physisch besichert und wurde schon 2019 aufgelegt. Seitdem kann er gute Kursentwicklungen vorweisen. Als Pionier unter den Krypto ETF ist er schon deshalb attraktiv, weil Anleger mit diesem Krypto ETF Sparpläne einrichten können.

Auch hinsichtlich der geographischen und Branchenstreuung kommt der ETF dem Wunsch nach Diversifizierung entgegen, der viele Anleger überhaupt erst von vornherein zu einem börsengehandelten Indexfonds greifen lässt.

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ETF direkt auf Krypto-Coins wird es auch in Zukunft nicht geben

Aktiendepot.de Icon GebührenAls Umweg über börsennotierte Konzerne ist das Angebot von Invesco durchaus sinnvoll, denn direkte Krypto ETF kann man aus verschiedenen Gründen auch in den kommenden Jahren nicht erwarten. Finanzaufsichtsbehörden haben Anläufe in diese Richtung bereits gestoppt. Einer der Hauptgründe sind die volatilen Kurse von Kryptowährungen, aber mehr noch die Marktkapitalisierung, die im Vergleich zu Instrumenten wie Aktien sehr gering ist.

Nur deshalb sind schon bei überschaubaren Handelsaktivitäten heftige Kursschwünge überhaupt möglich, denkbar sind durchaus gezielte Kursmanipulationen. Außerdem gibt es keine mess- oder einschätzbaren Assets wie bei einem Unternehmen, dessen Kennzahlen, Immobilien und sonstige Besitztümer in die Bewertung beim Börsengang einfließen und überhaupt erst eine Preisbildung ermöglichen.

Regulatorische Rahmenwerke für Krypto-Coins und die Handelsplätze, an denen sie physisch gehandelt werden können, fehlen ebenfalls. Es mangelt an Überschneidungen mit den Methoden aus der Welt des Fiatgeldes, die sich auf digitale Währungen anwenden ließen. Denn Kryptowährungen funktionieren vollkommen anders.

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Was ist so besonders an Kryptowährungen?

Digitale Währungen entziehen sich Konstrukten wie ETFs. Nur über Kompromisse mit ETN oder Zertifikaten können Coins für Anlage und Spekulation genutzt werden, denn sie sind bewusst als Gegenmodell zum Fiatgeld entworfen. Das Herzstück von Krypto-Coins ist die Blockchain, die untrennbar mit der Schaffung und Verwaltung jeder einzelnen Coin verbunden ist. Den enormen Erfolg von Kryptowährungen konnte sich kaum jemand vorstellen, als 2008 ein anonymer Entwickler namens Satoshi Nakamoto das erste Whitepaper zu digitalen Zahlungsmitteln veröffentlichte und kaum ein Jahr später den Bitcoin launchte.

All das geschah vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise und der Erschütterung, die durch die internationalen Märkte gegangen war. Eine Erschütterung, die einen starken Vertrauensverlust der Anleger mit sich brachte. Bitcoin war als Gegenkonzept zu den zentral verwalteten und auch manipulierbaren nationalen Währungen gedacht. Er ist dezentral und transparent von den Nutzern des Bitcoin-Client geschaffen und wird über die Bitcoin-Blockchain verwaltet.

Sämtliche Transaktionen werden in Datenblöcken niedergelegt und regelrecht versiegelt – die immer länger werdende Kette dieser Blöcke wird auf allen angeschlossenen Rechnern beständig aktualisiert und ist damit nachträglich nicht mehr zu verändern.

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Rechenleistung statt Notenbank

Aktiendepot.de Icon WebseiteDie Überprüfung und Freigabe von Transaktionen bei jeder Zahlung mit einer Kryptowährung wie Bitcoin obliegt den Nutzern innerhalb des Netzwerks, die sich freiwillig damit beschäftigen. Sie lokalisieren aktuelle Datenblöcke, bearbeiten sie und komprimieren sie. Danach gilt ein Zahlungsvorgang als ausgeführt.

Für die aufgewendete Arbeit und Rechenleistung werden diese Teilnehmer, die sogenannten Miner, kompensiert in der jeweiligen Kryptowährung, und zwar entsprechend dem Aufwand. Durch das Krypto Mining, das Schürfen, werden also neue Coins geschaffen. In regelmäßigen Abständen wird die Vergütung für Miner auf der Bitcoin-Blockchain halbiert, als Inflationsschutz und um zu verhindern, dass die verbleibenden Coins zu schnell geschürft werden.

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Anonyme gläserne Tresore

Eine weitere Besonderheit der meisten Kryptowährungen ist ihre völlige Anonymität. Denn sowohl die Guthaben als auch die Konten werden nur in einer Zeichenfolge wiedergegeben. Auf der Blockchain kann jedes beliebige „Konto“ und die Höhe des Guthabens eingesehen werden, doch der Besitzer ist nicht zu ermitteln.

Identifiziert wird das eigene Konto durch den öffentlichen Schlüssel, an den auch Überweisungen getätigt werden können. Der private Schlüssel hingegen entspricht einer PIN – er gibt Zugriff auf das Coin-Kapital und wird benötigt, um Transaktionen zu autorisieren.

Die digitale Signatur enthält den Kontostand und wird hinzugezogen, um sicherzugehen, dass genug Kapital für eine Zahlung vorhanden ist. Diese Abläufe laufen der Verifizierung des Kunden, wie sie Banken und andere Finanzdienstleister einfordern, vollkommen zuwider und erschweren die Verschränkung von Kryptowährungen mit der konventionellen Finanzindustrie.

Für Zahlungen und Anlagen in Coins genügt ein Wallet, in dem die Schlüssel sicher verwahrt werden. Das kann ein USB-Stick sein, auf dem man die Zeichenfolgen speichert, aber auch eine Kryptowährung App auf dem Handy, mit der kleinere Zahlungen im Alltag möglich sind. Sogar das Ausdrucken der Zugangscodes auf Papier qualifiziert als Wallet – sogar als besonders sicheres. Auch hier gilt, dass nirgendwo Rückschlüsse auf den Inhaber des Kontos möglich sind.

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Krypto-CFDs statt Krypto ETF

Aktiendepot.de Icon BenutzerfreundlichAn Kompromissen für Anleger fehlt es dennoch nicht. Neben ETN und Zertifikaten, oder ETF auf Blockchain-Indizes werden Differenzkontrakte auf die Kursentwicklung von Kryptowährungen angeboten. Mit ihnen können Trader auf die Kurse der nach Marktkapitalisierung bedeutendsten digitalen Währungen gegen starke Fiatwährungen spekulieren, also auf Währungspaare wie BTCUSD oder ETHEUR. Auch reine Krypto-Paare werden bisweilen angeboten.

Anders als ETN oder Blockchain-ETF, die ausdrücklich auch längere Anlagestrategien zulassen, werden CFDs im dynamischen außerbörslichen Daytrading gehandelt. Die zugrundeliegende Währung kauft der Trader nicht, denn der Kontrakt erlaubt ihm auch so die Teilhabe an der Kursentwicklung – und das auf steigende oder fallende Kurse, denn CFDs können long und short gehandelt werden.  Da die Kontrakte außerdem zu den Hebelprodukten gehören, kann man das eigene Kapital dank des kurzfristigen Darlehens des Brokers erhöhen und so auch die möglichen Renditen.

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Krypto-Trading mit Differenzkontrakten: Auf den Broker kommt es an

Krypto-CFDs gelten allerdings, so wie auch die Coins selbst, als volatil. Damit der Einstieg in den Handel erfolgreich verläuft, ist die Auswahl eines guten CFD-Brokers besonders für Anfänger wichtig. Die Entscheidung für einen seriösen Broker ist jedoch alles andere als leicht, denn immer mehr Anbieter werben um die Kunden. Ein Brokervergleich schafft Durchblick und erlaubt es auch Neulingen, sich auf die besten Anbieter auf diesem Gebiet zu konzentrieren.

Nicht nur die Lizenz und Regulierung des Brokers müssen vertrauenerweckend ausfallen. Das Handelsangebot muss Krypto-CFDs enthalten, die Konditionen sollten transparent sein. Mindestens ebenso wichtig sind gute Schulungsangebote, mit denen Einsteiger schrittweise die Kenntnisse erwerben, die sie für das Trading benötigen, und ein CFD Demokonto, das eine realistische Handelsumgebung für erste Trades mit virtuellem Kapital bietet. So lässt sich der Handel mit Krypto-CFDs erlernen und auch die Spekulation auf Basiswerte aus allen anderen Anlageklassen.

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​Fazit: Krypto-CFDs und Krypto ETN für Spekulation und Anlage

Aktiendepot.de Icon ZertifikateKryptowährungen, über Jahre mit Skepsis betrachtet, sind zwölf Jahre nach der „Geburt“ des Bitcoin alltagstauglich geworden. Der Online-Handel, Versorger und sogar Finanzämter beginnen Bitcoin zu akzeptieren, und immer mehr private Anleger investieren physisch in potenziell lohnende Coins und Token, entweder einzeln oder über Bundles auf Krypto-Börsen.

Krypto ETF hingegen, die man auch besparen könnte, gibt es im eigentlichen Sinne nicht. Statt dessen können Anleger den Umweg über Exchange Traded Notes oder Zertifikate nehmen. Auch die Investition in Unternehmen, die einen engen Bezug zur Blockchain haben, ist über einen Indexfonds möglich. Anderen Anlageformen entziehen sich die dezentral verwalteten digitalen Währungen mit Erfolg.

Die kurzfristige Spekulation auf den Kursverlauf der besten Kryptowährungen ermöglichen Differenzkontrakte, die die Kurse von Bitcoin & Co. gegen Euro, US Dollar und andere starke Währungen abbilden. Trader können steigende und fallende Kurse für ihre Handelsstrategien nutzen, sollten sich aber eingehend auf den Handel vorbereiten. Mit einem seriösen Broker, der neben transparenten Konditionen auch ein umfangreiches Schulungsangebot vorweisen kann, gestaltet sich der Einstieg in den Handel mit Krypto-Produkten angenehmer und sicherer. Ein Brokervergleich führt schneller zum Ziel und listet die besten Anbieter auf.

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