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Können Sie schon wie ein Profi erklären, was CFDs sind?

Börsen-Geheimtipp: Nur mit Produkten, die Sie gut kennen, handeln Sie erfolgreich!

CFDs sind riskante Finanzinstrumente mit Hebelwirkung. Über die Basiswerte wird ein Differenzkontrakt (contract for difference = CFD) abgeschlossen!

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Sie müssen die Funktionsweise von CFDs verstanden haben, sonst können Sie viel Geld verlieren. Die Aktiendepot-Redaktion erklärt Ihnen deshalb einfach und verständlich, was CFDs sind. Mithilfe eines Differenzkontraktes können Sie Basiswerte wie Aktien, Devisen oder Rohstoffe indirekt handeln. Dank der Hebelwirkung (Leverage) ist der als Sicherheit geforderte Kapitaleinsatz (Margin) vergleichsweise gering, gleichzeitig erhöht sich aber das Risiko. CFD-Trading findet nicht an der Börse statt, sondern direkt beim Online-Broker. Ein CFD also nichts anderes als ein außerbörsliches Geschäft mit Ihrem Broker.

London, 1990er-Jahre oder warum gibt es überhaupt CFDs?

CFDs haben, wie so viele interessante Finanzinstrumente, ihren Ursprung in der Hedgefonds-Branche. Die Entwicklung und erste erfolgreiche Nutzung wird dabei den UBS-Investmentbankern Brian Keelan und Jon Wood zugeschrieben. Im Zusammenhang mit einigen Unternehmensübernahmen standen die Experten vor der Frage, wie sie ihr Aktienrisiko kostensparend durch eine passende Hedging-Strategie reduzieren konnten. Dazu fehlte ihnen noch das passende Finanzinstrument, deswegen entwickelten sie es einfach selbst. Seitdem gibt es contracts for difference als eigenständiges Finanzprodukt. Ein positiver Nebeneffekt ihres CFD-Einsatzes war, dass sich damit die britische „stamp duty“ umgehen ließ, eine Finanztransaktionssteuer.

Schon seit den späten 1990er-Jahren haben auch Privatanleger grundsätzlich die Möglichkeit CFDs zu handeln. Der Schwerpunkt im CFD-Trading verlagerte sich dabei sehr schnell von der Absicherung (Hedging) und der Steuervermeidung zum spekulativen Trading mit hohen Hebeln. Ein begünstigender Faktor war die Tatsache, dass private Anleger – aufgrund ihres vergleichsweise geringen Kapitals – eine niedrige Margin bevorzugten. Um trotzdem relevante Volumen des Basiswerts handeln zu können, musste also der Hebel erhöht werden.

Pioniere des CFD-Trading für Privatkunden waren beispielsweise die Online-Broker IG und CMC. Handeln ist dabei übrigens gar nicht das optimale Wort, denn CFDs sind anders als andere Finanzderivate, sie sind einem Vertrag viel ähnlicher als einer Aktie. „CFD-Handel“ findet dazu ausschließlich zwischen einem Online-Broker und seinem Trader-Kunden statt. Es gibt keinen regulierten Markt, alle Transaktionen finden außerbörslich (over-the-counter) statt. Ein erworbener CFD kann auch, anders als beispielsweise Aktien, nicht einfach bei einem anderen Broker wieder verkauft werden.JETZT DIREKT ZUM ANBIETER

Was ist ein CFD und wie funktioniert das Produkt genau?

CFDs gehören zu den sogenannten derivativen Finanzinstrumenten, kurz: Derivate. Als Finanzderivat gehört ein CFD zu den hochspekulativen Finanzinstrumenten. Neben dem auch von Aktien bekannten Risiko des Totalverlustes besteht gegebenenfalls auch eine Nachschusspflicht. Wegen Ihrer Risiken sind CFDs in den USA untersagt.

  • CFD ist eine Abkürzung für den englischen Begriff „contract for difference“.
  • Übersetzt heißt contract for difference: Differenzkontrakt.
  • Kontrakt ist ein anderes Wort für Vertrag, in einem Vertrag wird der Austausch von Leistungen vereinbart.
  • Ein Differenzkontrakt ist also ein Vertrag zwischen zwei Parteien im Finanzmarkt (z.B. Broker und Trader), er kann zwischen den Parteien frei verhandelt werden.
  • Vertraglich vereinbart wird der Austausch von Wertentwicklung und Erträgen aus einem Basiswert (Underlying) gegen Zinszahlungen während der Laufzeit.
  • Mit Differenzkontrakten können Privatanleger, genau wie mit Futures, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse des Underlyings spekulieren.
  • Anders als bei Futures wird zu keinem Zeitpunkt der Basiswert gehandelt, auch haben CFDs keine feststehende Laufzeit.
  • Genau wie bei einem Future muss bei einem CFD eine Sicherheitsleistung (Margin) in finanzieller Form hinterlegt werden.
  • Diese Margin entspricht nur einem Bruchteil des tatsächlichen Basiswertes, dadurch entsteht eine Hebelwirkung (Leverage).
  • Die Hebelwirkung verstärkt die Wirkung von Kursverlusten und Kursgewinnen des Basiswertes.
  • Die Eröffnung einer CFD-Position erfolgt durch den Kauf (Long, Hoffnung auf Kursgewinn) oder Verkauf (Short, Hoffnung auf Kursverlust) eines Differenzkontraktes.
  • Bei CFDs erfolgt die Schließung der Position immer durch einen finanziellen Differenzausgleich und nicht durch die Anschaffung des Basiswertes (Optionen).

Was sind CFDs in der Hand eines unerfahrenen Anlegers?

Im Depot eines unerfahrenen Trading-Einsteigers können sich CFDs im Handumdrehen zu einer „finanziellen Massenvernichtungswaffe“ entwickeln. Dazu braucht es nicht einmal eine Finanzkrise, etwas Übermut und ein Hebel im Bereich von 100:1 bis 400:1 sind bereits vollkommen ausreichend.

CFDs sind auch über 20 Jahre nach ihrer Entwicklung eine recht europäische Sache. Sie können in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, der Schweiz und Spanien gehandelt werden. Auch in Australien, Hongkong, Kanada, Neuseeland, Singapur, Südafrika und Thailand gibt es allerdings mittlerweile Angebote für das CFD-Trading. In den USA gestattet die Börsenaufsicht United States Securities and Exchange Commission (SEC) den außerbörslichen Handel mit diesen Finanzderivaten grundsätzlich nicht.

Differenzkontrakte stehen bei kurzfristigem Anlagehorizont übrigens in direkter Konkurrenz zu einem anderen Finanzinstrument mit Hebelwirkung, den Turbo-Zertifikaten. Im Online-Magazin finanzen.net gab es zu dieser besonderen Konstellation schon im Herbst 2012 ein spannendes Streitgespräch zwischen zwei wichtigen Marktteilnehmern.

Wie Sie als Anfänger ein CFD Konto eröffnen und dabei idealerweise noch ein CFD Demokonto nutzen, erfahren Sie in unseren Ratgebern. Diese haben wir mit großer Sorgfalt erstellt und haben auf die Hilfe von Marktprofis zurückgegriffen, um die besten Informationen für Sie zusammenzutragen.JETZT DIREKT ZUM ANBIETER

Was sind CFDs in der Hand eines Profi-Traders?

Im Aktiendepot eines professionellen Traders sind CFDs ein wirksames Mittel. Entweder zur Optimierung der Rendite oder zur Absicherung von Risiken. Mit „professionell“ sind natürlich nicht nur hauptberufliche Investmentbanker gemeint, sondern alle Anleger, die sich ausreichend lange mit diesem Finanzinstrument beschäftigt haben. Nach Einschätzung der Aktiendepot-Redaktion sollten Sie sich mindestens 12 Monate mit Finanzderivaten beschäftigt haben. Dann können Sie guten Gewissens einen riskanten Aktienkauf mit einem begleitenden Aktien-CFD hedgen. Oder zum Beispiel mit einem mutigen Rohstoff-CFD Ihre langfristige Goldanlage weiter optimieren.

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Einige Privatanleger spezialisieren sich auf CFDs, Optionsscheine und andere Derivate. Diesen und anderen ambitionierten Tradern empfehlen wir folgende Fachbücher:

  • Optionen, Futures und andere Derivate“ von Prof. John C. Hull für den notwendigen theoretischen Hintergrund
  • „CFD-Trading“ von Daniel Schütz aus der simplified-Buchreihe des FinanzBuch Verlag 

Die Aktiendepot-Redaktion wünscht Ihnen viel Spass beim Lesen und viel Erfolg beim CFD-Trading.

Unser Fazit zu CFDs

  1. Was sind CFDs? Ein CFD ist ein Vertrag zwischen Trader und Broker!
  2. Wer braucht CFDs? Trader, die mit wenig Kapital viel im Markt bewegen wollen!
  3. Funktionsweise: Die Hebelwirkung eines CFDs wirkt in beide Richtungen!

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