Verluste begrenzen – Mit Binären Optionen ohne Nachschusspflicht handeln!

Aktiendepot.de - 9. Juni 2016

Selbst Profis haben beim Brexit viel Geld verloren. Auch mancher private Trader musste Geld nachschießen. Wer das vermeiden möchte, findet mit binären Optionen eine einfache und solide Alternative zu CFDs.

Der Hebel macht's – Differenzkontrakte (CFD) beziehen ihren Reiz nicht zuletzt aus den hohen möglichen Gewinnen. Selbst bei einem Hebel von 100, bei CFDs keine Seltenheit, lässt sich bereits bei einer Kursveränderung von 1,0 Prozent der Einsatz verdoppeln. Entsprechend hoch sind aber auch die Verluste. Als der DAX am Morgen nach dem Brexit mehr als 6,0 Prozent unter dem Kurs des Vorabends lag, mussten selbst Trader, die mit einem Hebel von nur 50 auf steigende Kurse spekuliert hatten, rund das doppelte dessen nachschießen, was sie eigentlich investiert hatten. Denn selbst bei diesem Hebel war das investierte Kapitel bereits bei einem Minus von 2,0 Prozent aufgebraucht.

Hinweisbox Binaere Optionen

 

Nun werden CFDs vor Börsenschluss oft verkauft, um Übernacht-Gebühren zu vermeiden. Allerdings dürften einige Trader an diesem Abend eine Ausnahme gemacht haben, um auf den Ausgang des Referendums zu wetten.

Das taten auch viele professionelle Hedgefonds – und lagen meist daneben. Sie hatten in der Mehrzahl auf einen Verbleib der Briten gesetzt und mussten am nächsten Morgen schnell ihre Bestände abstoßen. Das erklärt auch, warum der Einbruch am Aktienmarkt so deutlich war.

Risikomanagement

Was tun, damit nicht plötzlich eine Nachschusspflicht entsteht? Der übliche Weg, nämlich ein Stop-Loss, hilft hier wenig. Diese Stoppkurse werden meist so gesetzt, dass der Wert automatisch verkauft wird, bevor das investierte Geld aufgebraucht ist. Den gleichen Zweck haben auch Knock-out-Kurse bei Hebelzertifikaten.

Allerdings gibt es bei so deutlichen Kursänderungen ein Problem. Das Wertpapier kann dann nicht zum gewünschten Kurs verkauft werden. Der DAX stand am Abend des Referendums beispielsweise bei über 10.200 Punkten, am nächsten Morgen startete er unter 9.600 Punkten. Wer einen Stoppkurs bei 10.100 Punkten gesetzt hatte, der hatte Pech. Er konnte bei diesem Kurs nicht verkaufen.

Nachschusspflicht

Das Problem kann nicht nur dann auftreten, wenn eine Entscheidung außerhalb der Börsenöffnungszeiten bekannt gegeben wird. Sind die Konsequenzen groß, dann kann ein Kurs auch mal ohne Zwischenstation in den Keller rauschen. So geschehen beispielsweise bei der Freigabe des Schweizer Franken im Jahr 2015. Die Schweizer Notenbank hatte bis dahin ein Absinken des Euro unter 1,20 Franken (CHF) verhindert. Als sie diese Praxis beendete, fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung ohne Stopp auf unter 1,00 CHF. Verkaufsaufträge konnten also nicht ausgeführt werden, zumindest nicht zum gewünschten Kurs, sondern erst als die Verluste bereits rund 20 Prozent betrugen. Bei einem Hebel von 200, bei Devisengeschäften keine Seltenheit, war also ein Verlust in Höhe von 4.000 Prozent angefallen – oder anders ausgedrückt: Trader mussten noch einmal das 39fache ihrer Einlage nachzahlen. Wer 1.000,- Euro investiert hatte, musste noch 39.000,- Euro nachschießen.

Einige Broker verzichten auf eine Nachschusspflicht, üblicherweise ist dann aber auch der Hebel niedriger. Das ist beruhigend, wenn große Kursveränderung bevorstehen. In Zeiten, da die Kurse sich aber nur minimal verändern bedeutet das Langeweile.

Binäre Optionen als Alternative

Eine Möglichkeit ist deshalb, mit hohem Hebel zu handeln und nicht auf den Ausgang von wichtigen Ereignissen wie einer Abstimmung über den Verbleib eines Landes in der EU zu wetten. Aber gerade solche Situationen sind es oft, die besonderen Nervenkitzel bedeuten und viel Spaß machen.

Eine mögliche Lösung des Dilemmas sind binäre Optionen. Binär werden sie genannt, weil sie nur zwei Zustände kennen: Einen Gewinn von X oder einen Verlust von Y. Während die Höhe des Gewinns bei regulären Optionen vom Kurs des Basiswertes abhängig ist, entscheidet der Basiswert nur darüber, ob die Option im oder aus dem Geld ist. Der Trader muss also vorhersagen, ob der Basiswert steigen oder fallen wird.

Ist die Vorhersage richtig, erhält er einen festen Gewinn, egal ob der Basiswert den Zielkurs nur um einen Cent oder um 10,- Euro übertroffen hat. Beim Broker IQ Option liegt der mögliche Gewinn bei bis zu 85 Prozent, wie man auf Binaereoptionen.com nachlesen kann. Wer beispielsweise bei einem Kurs von 1,11 US-Dollar je Euro auf einen steigenden Euro setzt, der macht 85 Prozent Gewinn, wenn die Prognose stimmt, egal ob der Kurs am Ende bei 1,12 US-Dollar liegt oder bei 1,23 USD.

So sind hohe Gewinne möglich, gleichzeitig kann aber nicht mehr als der Einsatz verloren werden. Einige Broker bieten sogar eine Absicherung für diesen Fall, man erhält dann beispielsweise 15 Prozent zurück. Allerdings sind dann auch die möglichen Gewinne niedriger.

Fazit

Binäre Optionen bieten hohe Gewinnchancen ohne dass die Verluste höher sein können als der Einsatz. Wer sich für diese Anlageart interessiert, kann das Traden auch zunächst mit einem Demokonto ausprobieren. Dort handelt er nur mit Spielgeld und kann kein echtes Geld verlieren. Wer Spaß am Traden hat, der kann dann mit echtem Geld starten. Natürlich darf man nur Beträge investieren, deren Verlust man auch verkraften kann und nicht das Geld für die Miete.