Deutsche Forex-Broker – Deshalb sollten Sie für Ihren Devisenhandel einen FX Broker aus Deutschland wählen!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 06.04.2021


Trader, die hierzulande ihren Wohnsitz haben, möchten gern Kunde bei einem Forex-Broker aus Deutschland sein. Das ist auch verständlich. Nur: Wie viele deutsche FX-Broker gibt es denn?

Zwischen Ihnen und Ihrem Broker läuft alles nach Plan? Dann ist es egal, ob Ihr Broker für den Devisenhandel ein deutscher Forex-Broker ist oder seinen Sitz im europäischen Ausland hat. Wenn es Schwierigkeiten gibt, beispielsweise Verständigungsprobleme mit den Kundenservice-Mitarbeitern oder einen Rechtsstreit mit dem Broker, sieht das Ganze natürlich schon deutlich anders aus. Hier ist es hilfreich, wenn die gemeinsame Muttersprache Deutsch ist und sich der Gerichtsstand in Hamburg befindet und nicht in London (UK) oder Limassol (Zypern).

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Wie viele deutsche Forex-Broker gibt es 2021 überhaupt?

Die gezielte Suche nach einem deutschen Anbieter für das Forex-Tradingnach einem deutschen Forex-Broker – ist also eine gute Idee! Lange Jahre waren am Devisenhandel interessierte Privatanleger ausschließlich auf ausländische Anbieter angewiesen, denn es gab einfach kaum einheimische Anbieter, noch nicht einmal schlechte deutsche Forex-Broker.

Die wenigen vorhandenen Angebote (z.B. Devisen-Futures) richteten sich vornehmlich an vermögende Privatanleger mit sechs- bis siebenstelligen Depotvolumen und natürlich an Unternehmen, die ihre Währungsrisiken absichern wollten (Forex-Hedging). In den letzten Jahren hat sich allerdings einiges entwickelt und mittlerweile ist die Zahl und Bandbreite der Forex-Broker auf dem deutschen Markt erstaunlich groß. Sie reicht vom Broker der Sparkassen (sBroker) über die Commerzbank-Tochter comdirect bis hin zu ausgewiesenen Forex-Spezialisten wie FXFlat (Düsseldorf) oder Varengold FX (Hamburg). Wenn Sie im nachfolgenden Text auf die Namen der CFD-Broker klicken, kommen Sie zum jeweiligen Testbericht der Aktiendepot-Redaktion:

Die Broker-Tochter der Sparkassen-Gruppe:

sBroker

Eine Direktbank- und Broker-Tochter der Commerzbank AG:

comdirect

Eine Direktbank- und Broker-Tochter der Großbank BNP Paribas:

Consorsbank

Die neu gegründete Bank zum bekannten Finanzportal onvista.de:

OnVista Bank

Zwei Töchter der grundsätzlich sehr innovativen FinTech Group AG:

flatex

Aktionärsbank

Zwei Marken der frisch umfirmierten FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH:

FXFlat

CapTrader

Einer der Pioniere für das FX-Trading in Deutschland:

Varengold Bank FX

Ein frischer Banking-Ansatz aus Berlin, der auch FX-Trading beinhaltet:

benk

Die deutsche Niederlassung eines niederländischen Daytrading-Spezialisten:

LYNX

Es gibt momentan (Stand: 2015) also neun deutsche Forex-Broker, wenn man die beiden Anbieter mit vollständig regulierten Niederlassungen (LYNX und Consorsbank) in Deutschland mitzählt, sind es sogar schon elf deutsche Forex-Broker. Es gibt allerdings durchaus Probleme diese Anbieter über Google oder andere Suchmaschinen direkt zu finden. Das liegt daran, dass viele etablierte Banken und Online-Broker, soweit wie möglich, die Bezeichnungen „Forex-Broker“ oder „FX-Broker“ vermeiden, denn diese sind durch unseriöse Werbung (z.B. „über Nacht reich werden mit Forex-Trading“) mittlerweile schwer belastet. Stattdessen wird bei den deutschen Brokern mit Devisenhandels-Angebot von folgenden Märkten und Produkten gesprochen:

sBroker: „Verschärftes Traden mit CFDs. Mit CFDs handeln Sie auf einfache Art Basiswerte wie Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen (Forex) und Zinsprodukte mit großem Hebel.“

comdirect: „Ergänzende Risikoinformationen zu CFDs mit Währungen als Basiswert“

Consorsbank: „CFD-Handel. Enge Spreads: z.B. DAX 2 Punkte und EUR/USD 1 Pip. Kooperation mit führendem deutschen Market Maker“

OnVista Bank: „CFD-Handel, Aktion: Aktien-CFDs: 3,99 € Flat*, Aktion: Spread bei USD/EUR nur 1 Pip*“

flatex: „Der FX-Handel“

Aktionärsbank: „CFD- / FX-Handel“

FXFlat: „Forex Handel bei FXFlat“

CapTrader: „Devisenhandel. Über die Währungspaare in der TraderWorkStation (Handelsplattform) können Devisen getauscht und Währungspositionen aufgebaut werden. Um Währungen gegeneinander zu tauschen ist es wichtig die Darstellung der Kurse richtig zu interpretieren.“

Varengold Bank FX: „Devisenhandel (Forex). „Forex“ bezeichnet den Devisenhandel an den internationalen Devisenmärkten, also den Handel von Währungen.“

benk: „Der Handel mit CFD-Produkten ist bei benk derzeit an über 19 Märkten möglich. Hier können eine große Anzahl von Aktien CFDs, Devisenpaaren, Financials sowie die wichtigsten CFD-Rohstofffutures gehandelt werden.“

LYNX: „Devisen. Über LYNX stehen Ihnen mehr als 80 verschiedene Währungspaare im Devisenhandel und die LYNX App zur Verfügung. Unsere engen Spreads und die hohe Liquidität sind das Ergebnis der Kombination aus den Angeboten der 13 weltweit größten Devisenhändler, die mehr als 2/3 des globalen Interbankenmarktes darstellen.“

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Das spricht für einen Forex-Broker aus Deutschland!

Der Devisenmarkt ist global und ohne Abwicklung über eine Börse noch nicht einmal an einen physikalischen Ort gebunden. Deswegen darf die Frage „Forex-Broker aus Deutschland oder Forex-Broker aus dem europäischen Ausland?“ mit Recht gestellt werden. Theoretisch spielt es keine Rolle, wo Ihr Kapital für Hedging-Strategien und spekulative Devisen-Trades liegt. Praktisch natürlich schon. Betrachten wir zuerst einmal die wichtigsten Vorteile eines einheimischen Anbieters für den Devisenhandel:

1) der Kundenservice ist bei einem deutschen Forex-Broker immer auch in deutscher Sprache verfügbar, sowohl am Telefon als auch per E-Mail, bei ausländischen Anbietern brauchen Sie in der Regel gute Englischkenntnisse (Schreiben und Lesen), um mit dem Broker zu kommunizieren

2) die Frage der Regulierung spielt ebenfalls eine Rolle. In Deutschland werden Broker durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) beaufsichtigt. Die BaFin verfügt über Jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet. Im Allgemeinen gilt der Regulierungsstandard als straff und verlässlich. Im Ausland dagegen könnten die Behörden wesentlich legerer mit einigen Standards umgehen.

3) wie bereits erwähnt, sind bei ausländischen Broker die Inhalt der Website meist auf Englisch. Das betrifft auch rechtliche Inhalte wie z.B. Impressum und AGB. Bei einem Forex-Broker aus Deutschland sind diese für den deutschen Leser verständlicher und verlässlicher, so sind Missverständnisse zwischen Kunde und Broker deutlich unwahrscheinlicher

4) ausländische Forex Broker führen keine Abgeltungssteuer an den deutschen Fiskus ab. Das heißt, der Trader muss sich selbst um die Versteuerung kümmern. Auf der anderen Seite, bieten damit ausländische Broker natürlich auch diverse Liquiditätsvorteile

5) falls gegen den Forex-Broker juristisch vorgegangen werden soll (z.B. um Einlagen einzufordern oder wegen Trade-Fehlausführungen bei starken Marktbewegungen) ist es vorteilhafter und kostengünstiger, wenn der Gerichtsstand Hamburg oder Berlin ist und nicht Anwälte in London oder auf Zypern beauftragt werden müssen

6) Einsteiger benötigen in der Regel Unterstützung beim Trading. Insbesondere Webinare, E-Books oder sogar Vor-Ort-Seminare sind dabei ein beliebtes und effizientes Mittel. Ein Forex Broker aus Deutschland bietet da natürlich diese Inhalt auf Deutsch. Bei einem ausländischen Broker muss der Händler schon sehr gut Englisch können.

Wir hatten es bereits anklingen lassen, dass ein Forex Broker aus Deutschland auch Nachteile haben kann. Das betrifft vor allem Händler mit „speziellen“ Wünschen.

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Deutsche Forex-Broker: das spricht dagegen

1) wer sich an exotischen Zahlungsmethoden (z.B. Neteller) nicht stört und am liebsten unbehelligt von deutschen Steuerbehörden Geld transferiert, ist mit einem deutschen Forex-Broker natürlich nicht gut beraten, denn hier wird wie bereits erwähnt, die Abgeltungssteuer automatisch abgeführt. Dadurch hat der Anleger einen Liquiditätsnachteil. Außerdem kann das Finanzamt jederzeit Informationen zum Depot und dem Depotinhaber abrufen.

2) wer mit sehr geringen Margins bis unvernünftigen Hebeln im Bereich 100:1, 200:1 oder 400:1 spekulieren möchte, findet diese Angebote sicher nicht bei deutschen Forex-Brokern, auch in den USA sind die Hebel im Devisenhandel sinnvollerweise schon vor Jahren auf 50:1 limitiert worden

3) ein deutscher Forex-Broker ist in der Regel deutlich weniger innovativ als ein Anbieter aus der Finanzmetropole London und maximal so straff reguliert wie ein US-amerikanischer Forex-Broker

4) weil Europa durch die EU immer stärker zusammenrückt und die „Vereinigten Staaten von Europa“ nach und nach von einer Vision zur Realität werden, besteht 2021 nicht mehr der gravierende Unterschied zwischen einem Forex Broker aus Deutschland und einem im europäischen Ausland

Die Frage „Forex-Broker aus Deutschland oder Forex-Broker aus den USA?“ ist eine weitere spannende Frage. Als ambitionierter Privatanleger stellen sich hier in erster Linie rechtliche, steuerliche und steuerrechtliche Fragen, hier hilft im Zweifelsfall der Besuch beim Steuerberater. Unabhängig davon spricht wenig gegen ein Forex-Depot in den USA, denn viele Marktführer im Devisenhandel und die größten Brokerhäuser sind in den USA ansässig. Über Differenzkontrakte (CFDs) ist der Forex-Handel in den USA allerdings nicht möglich, die Hauptgründe dafür sind das hohe Risiko und die Intranxsparenz. Diese entstehen aus den direkten und nicht regulierten Transaktionen mit dem eigenen CFD-Broker. Der Margin-Handel (z.B. Forex oder Futures) ist natürlich auch in den USA grundsätzlich weiter möglich.

deutsche Forex Broker

Der Brokervergleich: dieser Brokertyp ist besser

Devisen-Trader aus Deutschland sind mittlerweile in einer komfortablen Situation. Noch vor wenigen Jahren stellte sich die Frage „Bei welchem deutschen Forex-Broker kann ich ein Konto eröffnen?“ nämlich überhaupt noch nicht. Es gab einfach keine Forex-Broker aus Deutschland! Hier hat sich die Situation grundlegend verändert, mittlerweile gibt es sogar schon eine zweistellige Zahl von ernst zu nehmenden Anbietern, von der Commerzbank-Tochter comdirect über den Sparkassen-Broker sBroker bis zu flatex und Aktionärsbank. Selbst der harte Kern der Forex-Broker aus Deutschland besteht aus mittlerweile neun Anbietern, alle sind vollständig BaFin-reguliert und auch sonst als seriös einzustufen. In diesem Vergleich werden einheimische und ausländische Forex-Broker direkt miteinander verglichen. Es spricht mittlerweile also eine Menge dafür, sich als Anleger für einen deutschen Forex-Broker zu entscheiden!

Die viel entscheidendere Frage ist allerdings: auf welche Weise wird beim Broker eigentlich mit Devisen gehandelt? Hier gibt es verschiedenen Möglichkeiten: als Differenzkontrakt (CFD) oder in Form von Margin-Handel mit Liquiditätsgebern (STP, Straight-through-processing) beziehungsweise direkt im Devisenmarkt (ECN, Electronic Communication Network). STP ist dabei in etwa vergleichbar mit dem außerbörslichen Direkthandel, wie ihn beispielsweise Lang & Schwarz anbietet. ECN entspricht in etwa der börslichen Ausführung einer Wertpapier-Order, zum Beispiel über die Handelssystem XETRA oder Tradegate. Die indirekte Ausführung über CFDs ist mit Recht umstritten, denn die Intransparenz ist hoch und die Aktivitäten des Brokers lassen sich kaum kontrollieren. Zum Glück gibt es auch genügend Alternativen zum CFD Handel. Insbesondere der STP bzw. ECN Marktzugang über spezielle Broker. Denn hier handelt der Trader nicht mit dem Broker als Market Maker, sondern erhält direkten Marktzugang.

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Unser Fazit zu ausländischen und deutschen Forex-Brokern

  1. Forex-Broker: im großen Depot-Test von Aktiendepot.de wurden auch 20 Forex-Broker getestet
  2. Gibt es Forex-Broker aus Deutschland? mittlerweile gibt es tatsächlich neun Broker
  3. Deutsche Forex-Broker: die Vorteile und Nachteile von Anbietern aus Deutschland

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